Dormagen: Güneysu bleibt Chef des Integrationsrates

Dormagen: Güneysu bleibt Chef des Integrationsrates

Es hat keine Überraschung gegeben, als bei der ersten Sitzung des neuen Integrationsrates die Wahl des Vorsitzenden anstand: Auch in der aktuellen Wahlperiode wird Mehmet Güneysu an der Spitze des Gremiums stehen. Zu seinen Vertretern wurden Gürkan Bora und Anita Ihring bestimmt.

Der neue und alte Vorsitzende freute sich über die Bestätigung für seine bisherige Arbeit, machte aber gleichzeitig klar, dass die kommenden fünf Jahre nicht einfach würden. "Wir haben in den letzten Jahren unsere Erfahrungen gemacht, wissen, wo es Probleme gibt", sagte Güneysu. "Auch die politische Struktur hier in Dormagen wird unsere Arbeit nicht einfacher machen." Mehmet Güneysu freute sich besonders, dass nun auch drei Frauen im Integrationsrat mitwirken. "Darauf haben wir Wert gelegt, um mehr auf spezielle Frauenprobleme eingehen zu können."

Schwerpunkt soll eine Bildungs-Offensive werden, um die Schulerfolge von Migranten zu erhöhen. In einer multikulturellen Gesellschaft wuchsen eben viele Kinder zweisprachig auf. "Diese Ressourcen der Migranten wollen wir nutzen", erläuterte der 46-Jährige. "Es könnten bilinguale Schulen ins Leben gerufen werden, oder an weiterführenden Schulen neben Englisch auch Fremdsprachen der Migranten als Wahlfach angeboten werden."

Grundsätzlich werde auch an vielen Punkten, etwa der Sprachförderung, festgehalten, um die Chancengleichheit zu erreichen. Die erfolgreichen Konzepte wie das Rucksack-Projekt und "Schule ohne Rassismus" sollten weiterlaufen, aber seien nicht mehr Kern der Arbeit des Integrationsrates. "Diese Ideen haben sich etabliert." Neben den Sitzungen wird der Integrationsrat regelmäßig zu Informations-Treffen zusammen kommen, um Themen zu diskutieren und sich mit Fachleuten auszutauschen.

(NGZ)