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Dormagen: Grundschulen bis 2017 sicher

Dormagen : Grundschulen bis 2017 sicher

Der Arbeitskreis Schulentwicklung kommt zu dem Ergebnis, dass keine Dormagener Grundschule bis 2017 aufgrund sinkender Schülerzahlen geschlossen werden muss. Danach werden mehrere Schulen einzügig.

Von den Dormagener Grundschulen wird bis zum Schuljahr 2016/17 keine durch die sinkenden Kinderzahlen geschlossen werden müssen. Zu diesem Ergebnis kam der Arbeitskreis Schulentwicklungsplan, der sich im Auftrag des städtischen Schulausschusses mit den Auswirkungen des demografischen Wandels befasst. "In seiner jüngsten Sitzung hat sich das Gremium ausführlich mit den nun vorliegenden Schülerprognosen bis zum Jahr 2017 beschäftigt", berichtet die städtische Schuldezernentin Tanja Gaspers. Danach werden mehrere Grundschulen im Stadtgebiet künftig einzügig. "Keine rutscht aber unter die kritische Grenze von 18 Schülern in der Eingangsklasse", so Gaspers.

Der Schulausschuss wird am 29. Juni über den Schulentwicklungsplan beraten. Dann legt die Verwaltung neben den Empfehlungen des Arbeitskreises Zahlenmaterial vor. "Da an vielen Grundschulen erhebliche Ängste und Besorgnisse vorhanden sind, sollten die Lehrer und Eltern aber jetzt schon wissen, dass vorerst keine der Schulen in eine existenzbedrohende Situation gerät. Den Entscheidungen des Schulausschusses will die Verwaltung dabei nicht vorgreifen", macht die Schuldezernentin deutlich. Insgesamt 581 i-Dötzchen beginnen diesen Sommer ihre Schullaufbahn. Die Tannenbusch-Schule, die Salvator-Schule, die Friedensschule in Gohr, die Schule Am Kronenpützchen sowie die St. Nikolaus-Schule werden dabei nur eine Eingangsklasse bilden. "Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich die Zahl der Schulanfänger halbiert", erklärte Ellen Schönen-Hütten im März gegenüber der NGZ.

Wie heftig sich der demografische Wandel auf die Zukunft der Schulen auswirkt, wird auch in Gesprächen mit Lehrern deutlich. So hatte Josef Zanders, Schulleiter am Norbert-Gymnasium, am Mittwoch beim Talk auf dem blauen NGZ-Sofa erklärt: "Wir haben aufgrund des demografischen Faktors mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen." Auch weiterführende Schulen sind längst betroffen. Doch: "Die Schulen, die Ganztagsbetreuung anbieten, profitieren", machte Schönen-Hütten deutlich.

(NGZ)