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Dormagen: Grünes Licht für Sportplatz Knechtsteden

Dormagen : Grünes Licht für Sportplatz Knechtsteden

Am Freitag übergab die Stadt die Baugenehmigung für die neue Schulsportanlage an den Rhein-Kreis Neuss. Damit können die Arbeiten alsbald beginnen. Geplant ist, dass die Anlage zum neuen Schuljahr im Spätsommer fertig ist.

Jürgen Steinmetz möchte zu seinem Abschied aus dem Kreishaus nur ungern Baustellen hinterlassen. In Knechtsteden nimmt er dies jedoch gern in Kauf. Für den scheidenden Kreissportdezernenten ist es der "Startschuss" für ein Projekt, das die Sportlandschaft in Dormagen ab Spätsommer bereichern wird: Gestern übergab Bürgermeister Erik Lierenfeld zu früher Stunde die Baugenehmigung für die neue Schulsportanlage des Norbert-Gymnasiums an den Bauherrn, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, und den Allgemeinen Vertreter Steinmetz. Die Bauarbeiten für das 1,4 Millionen Euro teure Vorhaben können damit in Kürze beginnen.

1955 war der Platz von britischen Soldaten gebaut worden und er ist damit der älteste im Rhein-Kreis. Der Neubau ist dringend notwendig, weil die Sportanlage in einem schlechten Zustand ist. Der Trägerverein des Gymnasiums hatte sich mit dem Rhein-Kreis und der Stadt auf einen Neubau geeinigt. Der war lange Zeit in Dormagen umstritten, vor allem über die Finanzierung wurde und wird heute noch in Ausschüssen diskutiert. Dabei wird die finanzielle Belastung für die Stadt deutlich geringer ausfallen als angenommen.

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Unter Führung der Jamaika-Koalition in der vergangenen Wahlperiode war ein maximaler Gesamtzuschuss von 200 000 Euro für das Projekt vereinbart worden. Wahrscheinlich ist lediglich die Hälfte als städtischer Beitrag notwendig. "Wir gehen von einer 70- bis 80-prozentigen Bezuschussung durch das Land aus", sagt Steinmetz. Die Restkosten teilen sich der Rhein-Kreis und die Stadt in einem Verhältnis von zwei Drittel zu einem Drittel. Die Aufteilung soll dem Umstand Rechnung tragen, dass ein Drittel der rund 1300 Schüler aus Dormagen kommen.

Dass es weitestgehend bei diesen Gesamtkosten bleiben wird, haben, so Steinmetz, die Ausschreibungsergebnisse gezeigt. "Jetzt können Kreisausschuss und Kreistag im März die Arbeiten vergeben." Zum neuen Schuljahr soll die Anlage genutzt werden können. Von einem "besonderen Moment" sprach J.-Andreas Werhahn, stellvertretender Vorsitzender des Trägervereins. "Es war ein langer Weg bis zur Baugenehmigung. Jetzt schaffen wir etwas nur für Kinder - ein wichtiger Aspekt."

Auf dem Weg zur Umsetzung waren Hindernisse aus dem Weg zu räumen: Aus Landschaftsschutzgründen musste die Anlage auf dem Areal neu positioniert werden. Dem Landschaftsbeirat war wichtig, dass die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich ausfallen. Klar ist, betonte gestern Landrat Petrauschke, dass als Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in die Landschaft eine 2530 Quadratmeter große Streuobstwiese angelegt wird.

Die notwendige Fällung von Bäumen ist inzwischen abgeschlossen worden. Ein Knackpunkt waren Bedenken der Bodendenkmalbehörde. Zunächst musste geklärt werden, wie weit historische Entwässerungsanlagen im Bereich der Sportanlage von der Baumaßnahme betroffen sein könnten. "Weil die Eingriffe maximal zehn bis 20 Zentimeter tief in den Boden gehen werden, konnten die Bedenken ausgeräumt werden", so Steinmetz.

(NGZ)