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Dormagen: Grüner Parkraum am Bahnhof

Dormagen : Grüner Parkraum am Bahnhof

Parkplätze für Nahversorger und Bahn-Kunden und ein zentraler Bussteig sind die bestimmenden Elemente der Pläne des Landschaftsarchitekten Junker für den Willy-Brandt-Platz. Dieser wird wie der Bahnhof umgestaltet.

Großkronige Bäume und Zierkirschen könnten demnächst das Erscheinungsbild des Willy-Brandt-Platzes prägen. Die Beton-Optik soll verschwinden. Mit der Umgestaltung des Dormagener Bahnhofs erhält auch der Vorplatz mit dem heutigen Busbahnhof ein neues Aussehen. Ziel ist es, den Bahnhof und sein Umfeld insgesamt aufzuwerten – durch Nahversorger, mehr Kundenservice beim Nahverkehr sowie ein erhöhtes Sicherheitsgefühl durch eine Polizeidienststelle und Radstation.

Die aktuellen Pläne zur Umgestaltung wurden jetzt dem Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt. Von Seiten der Politik gab es kritische Anmerkungen. Vor allem die Pläne, die Kurt-Tucholsky-Straße zukünftig über den neuen Parkplatz am Bahnhof zu führen, stießen auf Kritik.

Kern der Pläne ist das Vorhaben, den Willy-Brandt-Platz großflächig als Parkraum für einen neuen Supermarkt und für "Park&Ride"-Plätze umzubauen. Busse würden dann zentral von einer Mittelinsel gegenüber der Sporthalle und des Berufsbildungszentrums abfahren.

Die Pläne, die Landschaftsarchitekt Professor Dirk Junker dem Ausschuss vorstellte, wurden mit geteilter Begeisterung aufgenommen. "Offengestanden befürchte ich Verkehrschaos an der Kurt-Tucholsky-Straße", mahnt Dietrich Krueger angesichts der Anzahl der geplanten Stellplätze am Bahnhof. Der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Dormagen rechnet durch den Nahversorger mit deutlich erhöhtem Verkehrsaufkommen am Willy-Brandt-Platz. "Es gibt jetzt schon Probleme, die dann durch den Einzelhändler noch verstärkt werden", sagt er.

Anwohner der Kurz-Tucholsky-Straße selbst hatten sich in der Vergangenheit besorgt gezeigt, dass die Grünfläche an der AHG-Klinik wegfallen könnte. Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann entgegnete im Planungs- und Umweltausschuss, dass die aktuellen Pläne für den Willy-Brandt-Platz einen breiteren Grünstreifen zwischen der Wohnbebauung und dem Bahnhofsgelände vorsehen würden. Änderungen wird es für die Anwohner dennoch geben. So soll die Kurt-Tucholsky-Straße nach dem Umbau des Willy-Brandt-Platzes an der AHG-Klinik vorbei direkt über den neuen Parkplatz und erst dann auf die Konrad-Adenauer-Straße verlaufen. Der Bogen zwischen AHG-Klinik und Konrad-Adenauer-Straße fiele dann weg.

Welcher Nahversorger sich in Zukunft am Bahnhof befinden wird, ist weiter offen: "Wir führen mit zwei Investoren Gespräche, die beiderseitig gut verlaufen und sehr weit fortgeschritten sind", erklärt Investor Hans-Peter Maas.

(NGZ)