1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Dormagen: Grüne scheitern mit Idee eines Anreizsystems für Erzieher

Dormagen : Grüne scheitern mit Idee eines Anreizsystems für Erzieher

Immerhin gab es ein gewisses Verständnis, das für die FDP Dirk Rosellen formulierte - aber unter dem Strich scheiterten die Grünen mit ihrem Antrag, in Dormagen Anreizsysteme zu schaffen, um den Beruf des Erziehers attraktiver zu machen. Seit Juni im politischen Raum platziert, gab es jetzt im Jugendhilfeausschuss das wahrscheinlich endgültige Aus.

Die Grünen hatten vorgeschlagen, das Einkommen von Erziehern um zehn Prozent zu erhöhen (oder Einstufung in eine höhere Entgeltgruppe), bei der Suche nach Wohnraum zu unterstützen oder ein Jobticket zur Verfügung zu stellen. Recht rigide reagierte Ausschussmitglied Bernd Gellrich (Diakonie), der von einem "frühkapitalistischen Antrag" sprach. Er sprach sich gegen "Kopfprämien" in Form von mehr Geld aus- "Geld ist auch nicht das entscheidende Kriterium für die Wahl des Trägers", sagte er, "da spielen anderen Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel das Arbeitsklima."

Bürgermeister Erik Lierenfeld verwies in seiner schriftlichen Antwort auf die bestehenden Tarifverträge, an die die Stadt gebunden sei. Er sprach von einem lediglich "kurzfristigen Anreiz". Wichtiger sei es, Anreize zu schaffen, um für eine entsprechende Berufswahl zu motivieren. Die Stadt als Träger von Kitas habe reagiert und an sieben Stellen ein Anerkennungsjahr für Erzieher ermöglicht.

Keinen Handlungsbedarf sieht die Stadt bei der Unterstützung, einen Wohnheimplatz zu finden. "Ein solcher Bedarf ist noch nie an uns herangetragen worden." Ähnliches auch beim Jobticket. Grundsätzlich sei es so, sagt Lierenfeld, dass in einem Konzern wie der Stadt mit 1000 Mitarbeitern es schwer vermittelbar sei, einzelne Berufsgruppen herauszustellen. Engpässe gebe es auch bei der Feuerwehr.

(schum)