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Grüne in Dormagen fordern: Musiklehrern sollen Honorare gezahlt werden

Corona-Krise in Dormagen : Grüne fordern weitere Honorar-Auszahlung für Musiklehrer

Wahrscheinlich in der zweiten Mai-Woche wird es für die Honorarkräfte der Musikschule um Geld gehen. Dann tagt womöglich die Politik.

Kommt es, wie von Bürgermeister Erik Lierenfeld vorgesehen, am 12. Mai zu einer Sitzung des Hauptausschusses, dann könnte dort ein Antrag der Dormagener Grünen behandelt werden. Sie fordern darin, den Honorarkräften auch jetzt, nach den Osterferien, die regelmäßigen Honorare zu zahlen, auch wenn die Musikschule ihren Betrieb noch nicht aufnehmen kann.

Das hat die Stadt in der Zeit vor den Osterferien bereits getan. Eine Fortsetzung ist jedoch nicht geplant. Auf Anfrage unserer Redaktion sagte Stadtsprecher Max Laufer: „Diese Regelung lief jetzt drei Wochen lang und wird nicht verlängert. Derzeit laufen Gespräche zwischen der Musikschule und Honorarkräften, um eine einvernehmliche Lösung für die Zukunft herbeizuführen.“ Mit berücksichtigt werden soll dabei der Online-Unterricht. Betroffen sind 20 Personen, die in dieser kulturellen Einrichtung Kindern und Jugendlichen Musikunterricht in den unterschiedlichsten Instrumenten erteilen.

Die Grünen sind allerdings eindeutig dafür, dass weiterhin Geld fließt – auch ohne erteilten Unterricht. „Die auf Honorarbasis beschäftigten Musiker müssen auch in der aktuellen Situation ihren Lebensunterhalt bestreiten“, sagt Martin Pehe, kulturpolischer Sprecher der Grünen. „Da alternative Verdienstmöglichkeiten über Auftritte derzeit ebenfalls entfallen, muss die Stadt als öffentliche Auftraggeberin ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und durch weitere Zahlung der Honorare das Abgleiten der Musiker in die Armut verhindern“, sagt Fraktionsvorsitzender Tim Wallraff.

Bereits vor einem Monat hatten sich die Grünen für die Honorarkräfte eingesetzt und die Zahlung bis zu den Osterferien gefordert.

(schum)