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Dormagen: Großinvestition im Chempark

Dormagen : Großinvestition im Chempark

Der Weltmarktführer für Industrie-Gase, Air Liquide, baut im Chempark für 100 Millionen Euro einen sogenannten Reformer zur Herstellung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid. Versorgt werden soll damit die geplante TDI-Anlage.

Das französische Unternehmen Air Liquide will im Chempark Dormagen einen Reformer zur Herstellung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid errichten. Damit soll die Rohstoffversorgung für den Standort und für den Hauptabnehmer Bayer MaterialScience langfristig gesichert werden. Die Großinvestition beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Anlage soll auf einer Fläche von 16 000 Quadratmetern entstehen und 2014 ihren Betrieb aufnehmen. Insgesamt 10 000 Normkubikmeter Kohlenmonoxid und 25 000 Normkubikmeter Wasserstoff werden in der Anlage hergestellt.

"Ein wichtiger Eckpfeiler"

Vorstandsmitglied Guy Salzgeber: "Über den Abschluss dieser langfristigen Vereinbarung mit dem Bayer-Konzern freuen wir uns sehr. Diese Investition leistet einen wertvollen Beitrag zur Vertiefung der Geschäftsbeziehungen, die sich weltweit zwischen unseren Unternehmen entwickelt haben. Die neue Produktionsanlage bietet uns somit die Möglichkeit, unsere Position in diesem dynamischen industriellen Ballungszentrum zu festigen und insbesondere das Wasserstoffgeschäft mit Unternehmen des Chemie- sowie des Öl- und Gassektors weiterzuentwickeln."

Auch im Chempark ist man zufrieden mit dem Geschäftsabschluss: "Die geplante Ansiedlung ist ein positives Signal für den Chemiepark und die Region", sagt Chempark-Leiter Walter Leidinger. Die Unterlagen für das Genehmigungsverfahren werden vorbereitet. Die Öffentlichkeit soll über die Entwicklung des Projektes informiert werden. Der neue Reformer von Air Liquide soll den infolge der geplanten Toluoldiisocyanat (TDI)-Anlage von Bayer MaterialScience am Standort Dormagen gestiegenen Bedarf an Kohlenmonoxid decken. Dass ein weiterer Reformer am Standort benötigt wird, hatte Bayer MaterialScience bereits bei der Kommunikation rund um das TDI-Projekt erläutert. Das Unternehmen hat nun mit Air Liquide eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Bayer MaterialScience setzt Wasserstoff und Kohlenmonoxid beispielsweise für die Herstellung von Polyurethan-Rohstoffen ein. Diese werden in der Automobil, Bau- und Elektronikbranche benötigt werden. Sie finden sich unter anderem in Matratzen, Polstermöbeln, Autositzen, Kühlschrankdämmungen, Stoßfängern und Freizeitschuhen.

"Die Investition von Air Liquide ist ein wichtiger Eckpfeiler, um unsere Rohstoffversorgung am Standort Dormagen weiter zu sichern. Wir sind froh, mit Air Liquide einen Partner zu haben, der über modernste Technik und langjähriges Know-how verfügt", ergänzt BMS-Vorstand Tony Van Osselaer.

(NGZ/url)