Dormagen: "Große Fraktion" will Rathausbrunnen retten

Dormagen: "Große Fraktion" will Rathausbrunnen retten

CDU, SPD und die Werbegemeinschaft CiDo sind klar für den Weiterbetrieb des Stelen-Kunstwerks.

In der Stadt bildet sich eine große Fraktion, die für den Erhalt des Rathaus-Brunnens ist. Der ist aufgrund von technischen Problemen außer Betrieb und soll nach Meinung der Stadt stillgelegt werden. Dagegen wenden sich weite Kreise in Dormagen. So in der Politik: Sowohl bei CDU und SPD gibt es starke Befürworter für den Erhalt des Brunnens in seiner ursprünglichen Form. Die SPD hat sich in dieser Woche intern dafür ausgesprochen, dass er erhalten bleibt.

"Nicht stillegen", fordert Fraktionsvorsitzender Bernhard Schmitt. Die Verwaltung soll, so die Meinung der SPD, beauftragt werden, eine genauere Kostenermittlung vorzulegen. "Bislang sind die genannten 8000 Euro für eine Reparatur nur eine Schätzung", so Schmitt. Er bringt auch die Möglichkeit des "Crowdfundings" zur Finanzierung in die Diskussion ein. Bei der CDU sagt Fraktionschef Kai Weber in seiner Funktion als kulturpolitischer Sprecher: "Der Brunnen muss erhalten bleiben.

Ich habe den Eindruck, dass sich die Stadt mit ihrem Vorschlag der Stilllegung es etwas zu einfach macht." Weber gibt sich als Fan des 1988 errichteten Rathaus-Brunnens zu erkennen: "Der gefällt mir schon sehr gut. Er ist ein belebendes Element auf dem Platz." Er kann sich Brunnen-Paten vorstellen, die sich um diese Stele pflegerisch kümmern". In einem nächsten Schritt soll, so Weber, sich der Kulturausschuss um dieses Thema kümmern, "denn dort gehört es hin".

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Zunächst steht es auf der Tagesordnung des Hauptausschusses. Dort will die Verwaltung ihren Vorschlag begründen. Es habe mehrfache Reparaturversuche gegeben, allesamt erfolglos. "Der Hauptschaden ist ständiger Wasserverlust", sagt Beigeordnete Tanja Gaspers. Schon kurz nach Bekanntwerden der Rathaus-Pläne hatte sich der ehemalige Leiter des Stadtmarketings und engagierte Bürger Guido Schenk zu Wort gemeldet. Er spricht sich klar für den Erhalt aus. "Er ist Teil des Gesamtkonzepts für den Rathaus-Vorplatz.

Damals gab es einen eigenen Innenstadt-Ausschuss zur Gestaltung der Kö." Schenk will bei Reparatur des Brunnens die Betriebskosten für das erste Jahr danach aus eigener Tasche übernehmen. Jahr zwei würde Udo Bünz, Vorstandsmitglied der City-Offensive, übernehmen. "Es ist für mich ein romantischer Punkt in Dormagen. Der muss erhalten bleiben."

(schum)