Dormagen: Gohrer sprechen mit Staatssekretär

Dormagen: Gohrer sprechen mit Staatssekretär

Die Bürgerinitiative "Contra Konverter" erläuterte ihre Sicht in Düsseldorf.

Am Karsamstag standen Mitglieder der Bürgerinitiative "Contra Konverter in Gohr, Broich und Umgebung" noch auf dem Rathausplatz, verteilten Flyer und kamen mit zahlreichen Passanten ins Gespräch. "Wir wollen weiterhin darauf aufmerksam machen, dass Gohr und Broich die schlechtere Alternative für den Konverter wären", erklärt Walter Giesen. Für die Bürgerinitiative wäre die auch vom Netzbetreiber Amprion favorisierte "Dreiecksfläche" in Kaarst wegen der größeren Entfernung von geschlossener Wohnbebauung die bessere Wahl.

Um für ihre Sicht zu werben, trafen sich die Vertreter der Bürgerinitiative Contra Konverter aus Gohr jetzt auf Einladung des Landtagsabgeordneten Rainer Thiel (SPD) mit dem Staatssekretär des Wirtschaftsministeriums NRW, Günter Horzetzky, zum Gespräch. Dort erörterten die Vertreter der Initiative und der Abgeordnete Thiel die aus ihrer Sicht noch offenen Verfahrensfragen zur Standortentscheidung für den Doppelkonverter der Firma Amprion.

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Die Vertreter der Bürgerinitiative wiesen auf die ohnehin schon hohen Belastungen der Orte Gohr und Rommerskirchen hin. Eine weitere Belastung durch eine solche Industrieanlage würde die Entwicklungschancen des kleinen Ortsteils Gohr immens einschränken. Thiel und die Initiative betonten nochmals, dass die Dreiecksfläche das Kriterium des größtmöglichen Abstands zur Wohnbebauung aufweisen würde und daher absolut geeignet sei. Staatssekretär Dr. Horzetzky zeigte Verständnis für die Situation und nahm die Anregungen mit auf.

Die Bürgerinitiative befürchtet, dass eine Entscheidung im Regionalrat zur Änderung des Regionalplans so lange verzögert werden könnte, bis Amprion aus Zeitgründen den Konverter in Gohr bauen muss. Für Thiel und die Bürgerinitiative stehe fest: "Der Konverter darf wegen der bereits hohen Beeinträchtigung Gohrs auf keinen Fall dorthin." Mit der Dreiecksfläche am Autobahnkreuz Kaarst stehe ein geeigneter Standort zur Verfügung.

(NGZ)
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