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Dormagen: Gohrer können Dorfladen in einem Workshop gestalten

Dormagen : Gohrer können Dorfladen in einem Workshop gestalten

Ein Workshop soll die nächsten Schritte für den Dorfladen in Gohr und Broich vorbereiten. Am Samstag, 24. März, können die Bürger von 10 bis 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus Gohr, Jägerweg 2, ihre Ideen und Anregungen einbringen. Bereits bei der Auftaktveranstaltung im Oktober hatten rund 100 Gohrer großes Interesse an einem gemeinschaftlich betriebenen Dorfladen gezeigt.

Die Leitung des Workshops übernehmen Christian Klems und Heinz Frey von der Unternehmensgesellschaft für DORV-Zentren - die Abkürzung steht für Dienstleistung und Ortsnahe Rundumversorgung. "Der Workshop dient dazu, die Dorfbewohner konkret zu befragen: Welche Dienstleistungen benötigen sie? Wer kann sich in das Projekt einbringen? Das wollen wir herausfinden", sagt Harald Schlimgen, städtischer Fachbereichsleiter für Bürger- und Ratsangelegenheiten. Auch der Zeitplan wird geklärt. "Alle Bürger, die zu besseren Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten vor Ort beitragen möchten, sind herzlich eingeladen", sagt Schlimgen: "Die Dorfbewohner können sich für ihren Laden engagieren." Träger eines DORV-Zentrums können eine Genossenschaft, ein Verein oder ein privater Betreiber sein - immer in enger Zusammenarbeit mit den Bürgern.

Eine Standortanalyse der DORV-Experten ergab, dass in Gohr und Broich genug wirtschaftliches Potenzial vorhanden ist - wenn die Dorfbewohner sich geschlossen hinter den Gemeinschaftsladen stellen und bereit sind, dort einen größeren Teil ihrer Einkäufe zu erledigen. Hilfreich ist die Kombination mit weiteren Angeboten wie Bankdienstleistungen, Apothekenservice oder sozialen Treffpunkten wie Mittagstisch für Senioren. Klems empfahl einen Standort in der Nähe der B 477, um von den Pendlern profitieren zu können.

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Schon seit vielen Jahren wünschen sich die Gohrer und Broicher eine bessere Lebensmittelversorgung. Alle Versuche, dort einen herkömmlichen Markt anzusiedeln, scheiterten bisher jedoch. Die Stadt hatte sich daher um ein alternatives Lösungsmodell bemüht.

Anmeldungen für den Workshop unter 02133 257-571 oder per E-Mail an manuela.grunewald@stadt-dormagen.de

(cw-)