Gohr: Senioren bekommen Einkaushilfe ab Ende März 2019

Nach Mittagstisch-Angebot : Gohrer Senioren erhalten Einkaufshilfe

Erst der Gohrer Mittagstisch, nun eine Einkaufshilfe: Viele Ehrenamtliche engagieren sich, damit ältere Menschen in Gohr trotz fehlendem Supermarkt an Lebensmittel kommen. Ab 29. März können sie die Einkaufshilfe nutzen.

Weil es in Gohr in der Vergangenheit nicht gelungen ist, einen Dorfladen für die Bewohner einzurichten, gibt es seit Mitte Februar den „Gohrer Mittagstisch“, bei dem Bewohner einmal in der Woche gemeinsam zu Mittag essen können. Jetzt kommt ein weiteres Angebot hinzu: Eine Einkaufshilfe für Senioren. Ab dem 29. März sollen ältere Menschen in Gohr den kostenlosen Service in Anspruch nehmen können, der vom Caritasverband, der Stadt, dem SuS Gohr und dem Haus der Lebenshilfe mit Unterstützung durch den Edeka-Markt Knell in Ückerath organisiert wird.

„In Gohr sind die Menschen auf das eigene Auto oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen“, sagt die städtische Seniorenbeauftragte Bärbel Breuer. Und selbst wenn die nächstgelegenen Supermärkte in der Umgebung dann erreicht sind, wird es für Menschen mit zunehmendem Alter immer schwieriger beispielsweise Einkaufstaschen zu schleppen oder Waren aus dem untersten oder obersten Regal zu holen. Damit auch ältere Mitbürger sich mit Lebensmitteln versorgen können, wird es ab Ende März die ehrenamtliche Einkaufshilfe in Gohr geben.

Bei dem gemeinnützigen Angebot holt jeden Freitag ab 10 Uhr ein ehrenamtlicher Fahrer die Senioren daheim mit dem Vereinsbus des SuS Gohr zum Einkaufen beim Edeka-Markt Knell an der Heerstraße 9 in Nievenheim ab. Im Supermarkt helfen dann Bewohner des fünf Minuten mit dem Auto entfernt liegenden Nievenheimer Hauses der Lebenshilfe den Senioren beim Einladen der Waren und Tragen der Taschen. Nach dem Einkauf bringt der Fahrer die Einkaufenden wieder nach Hause. Bei Bedarf können laut Aussage der Stadt die vollen Tüten von freiwilligen Helfern im Anschluss auch in die Wohnung transportiert werden.

Das Angebot geht aber noch weiter: „Wer aus Altersgründen nicht mehr selbst durch den Supermarkt gehen kann, hat auch die Möglichkeit, telefonisch seinen Einkaufszettel durchzugeben“, erläutert Bärbel Breuer. Das Helferteam übernimmt dann den kompletten Einkauf, und der Edeka-Markt gibt passendes Wechselgeld heraus, sodass die Abrechnung mit den Senioren anschließend kein Problem ist.

Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld begrüßt das zusätzlich zum Gohrer Mittagstisch organisierte Angebot für Gohrer Senioren: „Die Einkaufshilfe ist der nächste Schritt, um die Versorgungssituation für ältere Menschen in Gohr dauerhaft zu verbessern.“ Schon im Februar wurde der Gohrer Mittagstisch eingeführt, der jeden Donnerstag zum gemeinsamen Essen im Vereinsheim des SuS Gohr einlädt. Und bisher wird dieses Angebot äußerst positiv angenommen: „Wir sind mit rund 30 Gästen gestartet und liegen jetzt schon bei fast 40 Besuchern“, sagt Heinz Schneider vom Caritasverband. Auch der Mittagstisch wird von einem ehrenamtlichen Helferteam ermöglicht. „Das zeigt, wie groß der dörfliche Zusammenhalt in Gohr noch ist“, bedankt sich der Bürgermeister bei allen Mitwirkenden.

Wer den neuen Einkaufsdienst ab dem 29. März in Anspruch nehmen möchte, kann sich telefonisch bei Bärbel Breuer melden (siehe Infokasten). Das Angebot ist kostenfrei.

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