Dormagen: Götz George dreht Film im Malerviertel

Dormagen : Götz George dreht Film im Malerviertel

Gestern fiel die erste Klappe mit Götz George: Auf der Liebermannstraße und ihrer Umgebung entsteht der ARD-Spielfilm "Besondere Schwere der Schuld" mit dem großen deutschen Schauspieler.

"Die Liebermannstraße ist eines der Hauptmotive im Film", erklärt Gitta Deutz von der PR-Agentur Deutz aus Köln, die den Degeto-Film betreut. Die meisten Aufnahmen finden im Innern statt, doch es gibt auch Außenaufnahmen, wofür die Liebermannstraße immer wieder gesperrt ist und ein Parkverbot ausgesprochen wurde. Mit Unterbrechungen wird bis 19. Mai im Dormagener Malerviertel gedreht, insgesamt laufen die Dreharbeiten im Rheinland bis 27. Mai. Ins Fernsehen kommt der George-Film voraussichtlich in anderthalb Jahren.

Der als Tatort-Kommissar Schimanski berühmte Götz George spielt den verurteilten Doppelmörder Joseph Komalschek, der 30 Jahre hinter Gittern saß. Er soll seine Nachbarin und deren neugeborenes Kind ermordet haben. Die Tat hat er nie gestanden, auch die Leichen tauchten nie auf. Nach seiner Freilassung kehrt er in seine Heimatstadt zurück, wo auch der Ex-Polizist Klaus Barner, der damals für die Verhaftung sorgte, seinen Ruhestand genießt. Zwischen ihnen entwickelt sich ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel. Weitere Hauptrollen im ARD-Streifen spielen Hannelore Elsner als Agnes Barner und Hanno Koffler als Tom Barner. Außerdem sind Rollen mit Thomas Thieme (Heinz Braun), Manfred Zapatka (Klaus Barner), Anna Fischer (Natalia Nowak), Hans-Martin Stier (Fritz Reet) und Wilfried Hochholdinger (Scherler) besetzt. "Besondere Schwere der Schuld" ist eine Produktion der Eyeworks Fiction & Film (Produzentin: Sabine de Mardt, Producer: Tim Rostock) im Auftrag der ARD. Das Drehbuch schrieb Sascha Arango, die Regie führt Kaspar Heidelbach.

Wegen der Dreharbeiten im Malerviertel kommt es zu Halteverboten und kurzzeitigen Sperrungen an der Liebermannstraße. Auch Schienenkameras werden dabei von der Produktionsfirma Eyeworks eingesetzt, wie Stadt-Pressesprecher Harald Schlimgen erläutert: "Die Fahrbahnsperrungen sind vom Ordnungsamt in Intervallen von nicht mehr als drei Minuten genehmigt worden." Anwohner Jens Wagner ist begeistert davon, mitten auf einem Spielfilm-Set zu wohnen: "Das ist sehr spannend", sagt der Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft "Ahl Dormagener Junge", der an der Liebermannstraße wohnt. "Das alles mitzuerleben ist toll", berichtet er von einer eigens aufgestellten alten Laterne in seinem Vorgarten, an der ein Schild hängt: "Bitte nicht anlehnen - nur Requisite".

(NGZ)
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