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Dormagen: Glasverbot für Maifeier Zons prüfen

Dormagen : Glasverbot für Maifeier Zons prüfen

Die Vorbereitungen für das traditionelle Zonser Maibaumstellen am 30. April am Schweinebrunnen in Zons laufen auf Hochtouren.

Im Mittelpunkt steht dabei ein verbessertes Sicherheitskonzept, um die Randale und die zahlreichen zerbrochenen Gläser und Flaschen zu verhindern, die es beim vergangenen "Tanz in den Mai" gegeben hatte, als sich 400 zum Teil stark alkoholisierte Jugendliche am Schweinebrunnen getroffen und randaliert hatten.

"Wir wollen die Veranstaltung gern beibehalten, wozu wir auch von allen Seiten ermuntert werden", erklärt Jürgen Waldeck, Vorsitzender des ausrichtenden Heimat- und Verkehrsvereins (HVV) Zons. "Daher werden wir unseren Ordnerdienst erheblich verstärken", erklärt Waldeck. Mit dem Ordnungsamt und der Polizei hat es Gespräche gegeben, beide hatten signalisiert, die Veranstaltung in Zons verstärkt zu kontrollieren (die NGZ berichtete). "Unsere eigenen Ordner werden dann eine Aufsicht im eigentlichen Veranstaltungsbereich führen, der sichtbar abgetrennt sein wird", sagt der HVV-Vorsitzende. Letzte Details, unter anderem die Mithilfe der Zonser Schützen, müssen noch geklärt werden.

So wird ein Glasverbot für diesen Bereich von der Deichstraße über die Schlossstraße, den Wallgraben bis zum Feldtor und zum Wall Richtung Mühlen-Parkplatz geprüft. "Falls es kein Glasverbot geben wird, dann aber das bewährte Pfandsystem mit gleichzeitigem Verbot, Flaschen mitzubringen", präzisiert Jürgen Waldeck, der betont, dass es im eigentlichen Veranstaltungsbereich auch 2012 keine Randale gegeben habe. Auch der Rewe-Markt werde am 30. April Sicherheitspersonal einsetzen, um Alkoholverkauf an Jugendliche zu verhindern.

Wegen der Kosten für den Sicherheitsdienst kann Jürgen Waldeck nicht ausschließen, dass das Maibaumsetzen in Gefahr ist, falls sich die Randale wiederholt: "Eine weitere Steigerung der Kosten können wir uns nicht leisten."

(NGZ/rl)