Giftköder-Funde in Dormagen reißen nicht ab

Dormagen: Hundehalter in Sorge: Köder mit Rasierklingen nun auch beim Tierheim entdeckt

Nun ist auch in der Nähe des Dormagener Tierheims in Hackenbroich ein Köder aufgetaucht, der offenkundig Hunde verletzen oder gar töten sollte. Eine Gassigängerin der Einrichtung habe die mit Rasierklingen versetzte Frikadelle kurz vor dem Jahreswechsel  entdeckt – auf dem Fußgängerweg der Kreisstraße 18 im Abschnitt vom Tierheim in Richtung Tankstelle, berichtet Babette Terveer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins Dormagen.

Sie und ihre Mitstreiter machen sich nun große Sorgen. „Ich denke daran, unsere Hunde an Maulkörbe zu gewöhnen, damit sie beim Spazierengehen nichts fressen können und vor solchen Attacken gefeit sind“, sagte Terveer am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf seinen Internet-Seiten beim Medium Facebook informiert der Tierschutzverein über den Fund und mahnt Hundehalter zu erhöhter Aufmerksamkeit.

Nachdem im September eine Labrador-Hündin verendet war, weil sie einen offenbar mit einem Nervengift versetzten Fleischbrocken gefressen hatte, häufen sich seit einigen Wochen die Fälle gefundener Köder, die wahrscheinlich von Hundehassern ausgelegt werden. Schwerpunkt war zuletzt der Bereich Hackenbroich nahe der Stadtgrenze zu Köln. Dort waren mehrfach Köder aufgetaucht, zum Beispiel Fleischbällchen mit einer grünen Substanz oder – wie in der Nähe von Schloss Arff und jetzt in der Nähe des Tierheims – mit Rasierklingen. Weitere Fundorte waren der Bereich bei der Kleingartenanlage in Horrem, St. Peter an der B 9 und der Chorbusch in Hackenbroich.

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Die Ermittlungen seien schwierig, aber die Polizei gehe jedem Hinweis nach, versichert Polizeisprecherin Daniela Dässel, „die Kollegen sind nach den Vorfällen sensibilisiert.“ Im Wald bei Hackenbroich sei nach einem Online-Hinweis auch noch eine einzelne Klinge sichergestellt worden. Dieser Fund aber passe nicht zu den anderen Fällen.

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