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Dormagen: Gewerbefest in Nievenheim

Dormagen : Gewerbefest in Nievenheim

Gestern fanden zum siebten Mal die "Nievering Open" statt. Mit dem Gewerbefest war ein verkaufsoffener Sonntag verbunden. Die lokalen Geschäfte präsentierten sich und nutzen die Gelegenheit, um "Danke" zu sagen.

Nievenheim/Ückerath Vom traditionellen Bäcker bis zur eigenen Buchhandlung, vom Friseur bis zur Massagepraxis — Nievenheim hat alles, was man zum Leben braucht, findet Stefan Maxeiner. "Wir sind weitestgehend autark und darauf sehr stolz", sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins. Das Gewerbefest "Nievering Open", das der Gewerbeverein gestern zum siebten Mal organisierte, sollte die wichtige Rolle der Geschäfte in Nievenheim und Ückerath würdigen. Im Rahmen des Festes hatten die ortsansässigen Geschäfte gestern Nachmittag geöffnet. "Es ist auch ein Dankeschön an die vielen Kunden, die aus einem großen Einzugsbereich kommen", sagt Maxeiner.

Vor allem am Salvatorplatz in Nievenheim und am Edeka in Ückerath waren die Besucher anzutreffen. Zum ersten Mal fiel das Gewerbefest auch mit dem Nievenheimer Pfarrfest zusammen, so dass sich gerade der Salvatorplatz gegen Mittag mehr und mehr füllte. Neben einigen Verkaufsständen gab es Attraktionen für Kinder, sowie Live-Musik für ein angenehmes Rahmenprogramm.

Ganz zufrieden sein konnten die Geschäftsleute jedoch nicht: Das stürmische und wechselhafte Wetter ließ den ein oder anderen Besucher doch zu Hause bleiben. "Es hängt heute viel vom Wetter ab", meint auch Uwe Fischer. Er betreibt seit nun 15 Jahren seine Buchhandlung in Ückerath und gehört damit schon zu den etablierten Geschäften vor Ort. Auch wenn das Gewerbefest nicht unbedingt eine Umsatzsteigerung mit sich bringe, weiß er um dessen Qualitäten. Es helfe, sich zu präsentieren und zu profilieren. "Man steht zu seinem Ort", sagt Fischer, der auch zu den Mitbegründern des Gewerbevereins zählt. Auf die Präsentation legt auch Stefan Maxeiner großen Wert. "Viele Leute wissen gar nicht von der Präsenz einiger Geschäfte", sagt er. Das Fest helfe, diese Wissenslücken zu stopfen.

"Hand in Hand vor Ort" hieß in diesem Jahr das Motto. Es spiegelt gut die Richtung wider, die Stefan Maxeiner mit dem Verein einschlagen will. "Ich plane, die Arbeit noch weiter auszubauen, damit wir noch mehr bewegen können", sagt der Vorsitzende. Dazu gehört vor allem, die finanzielle Unterstützung für Geschäfte oder Selbständige auszubauen, denn zurzeit übernimmt der Verein eher eine Vermittlerrolle.

Die Teilnahme am Gewerbefest ist für die meisten Geschäfte und Vereine zu einer Selbstverständlichkeit geworden. So auch für die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Ückerath, die sich mit einem Bierwagen am Salvatorplatz beteiligte. "Es ist ein gutes Gemeinschaftsgefühl", findet Vorsitzender Heinz-Dieter Schons. Bei der Organisation hätten alle zusammen gehalten — das Fest verbinde die Menschen.

(NGZ)