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Dormagen: Gestern im Ausschuss: Debatte über Spielplätze

Dormagen : Gestern im Ausschuss: Debatte über Spielplätze

Den Ersatz mutwillig zerstörter Spielgeräte diskutierten gestern die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. Während ihrer zweiten Sitzung stimmten sie auch über den Verwaltungsantrag ab, die Elternbeiträge für Kindertagesstätten und die offene Ganztagsschule anzuheben. Geplant ist eine 15-prozentige Beitragserhöhung zum 1. August.

Während sich Michael Dries (SPD) für einen möglichst kurzfristigen Ersatz der durch Vandalen beschädigten Spielgeräte – speziell auf dem Hackenbroicher Spielplatz an der Claudiusstraße – aussprach, verwies der Geschäftsführer der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), Gottfried Koch, auf die allgemein knappe Haushaltslage. Seine persönliche Meinung sei, "dass man nicht direkt mit neuen Spielgeräten reagieren sollte", um die Vandalen nicht auch noch zu belohnen. Auf dem Spielplatz war über Ostern ein Klettergerüst in Brand gesetzt worden. Mittlerweile wurde es durch die TBD abgebaut. Die SPD hatte den Antrag gestellt, über den Zustand der Hackenbroicher Spielplätze zu informieren und ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Johannes Deußen (CDU) sprach hingegen seinen Dank gegenüber der Verwaltung und der TBD aus. Er verstehe den Antrag "nur bedingt". Es sei überaus positiv, was in den Vorjahren in die Spielplätze investiert wurde. In Hackenbroich hätten die Plätze zwar an Spielgeräten verloren, seien jedoch noch immer zum Spielen geeignet. Der Kinder- und Jugendbeauftrage der Stadt, Klaus Güdelhöfer, stellte in Aussicht, dass 2011 wieder Mittel zur Verfügung stünden. Es wurde jedoch entschieden, bereits jetzt nach Sponsoren zu suchen, die in Spielgeräte investieren.

Im weiteren Verlauf der Sitzung stimmte der Ausschuss der Erhöhung der Beiträge für Kitas und offene Ganztagsschulen zu. Mit acht zu fünf Stimmen wurde die Beratungsvorlage zum Beschluss an den Stadtrat verwiesen. Dries wies darauf hin, dass "der Antrag entschieden abzulehnen ist. Die 15 Prozent sind eindeutig eine Erhöhung und keine Rücknahme voriger Senkungen." Beschließt der Stadtrat die Erhöhung, tritt diese zum 1. August in Kraft. Im Rahmen der Haushaltsberatungen war das Thema heftig dabattiert worden.

(NGZ)