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Dormagen: Gespräche wegen Gewerbeflächen geplant

Dormagen : Gespräche wegen Gewerbeflächen geplant

Wie wichtig die Erschließung neuer Gewerbeflächen ist, hatte zuletzt Kämmerer Kai Uffelmann in seiner Haushaltsrede betont. Er forderte vom Land, dass Dormagen das Gewerbesteuerniveau vergleichbarer Städte erreichen müsse.

Und: "Rat und Verwaltung bitte ich hier an einem Tau in dieselbe Richtung zu ziehen und alle Verbindungen zum Land und zur Bezirksregierung zu nutzen, um dieses Ziel im Rahmen des Flächennutzungsplans und der Regionalplanung zu erreichen."

Ganz einfach ist das zwar nicht, aber: "Es sind Gespräche geplant, eine große Runde, an der RWE, die Stadt Dormagen und der Rhein-Kreis Neuss teilnehmen sollen", sagte Stefanie Paul, Sprecherin der Bezirksregierung, gegenüber der NGZ. Sie hofft auf einen zielführenden Dialog.

In dem Gespräch soll es wohl um einen möglichen Tausch ausgewiesener Gewerbeflächen gehen. Bereits im Planungsausschuss hatte Christoph van Gemmeren von der Bezirksregierung erklärt: "Vor dem Hintergrund, dass RWE das Silbersee-Gelände nicht freigibt, muss über einen Flächentausch nachgedacht werden." Die Bezirksregierung habe gemerkt, dass eine Ansiedlung von Gewerbe nicht funktioniere.

Die Suche nach Optionen gestaltet sich indes als schwierig. Die Fläche westlich der A 57 lehnt die Bezirksregierung aus "topografischen" Gründen ab; gegen eine Erschließung von Gewerbe am Kohnacker in Delrath hat sich längt eine Bürgerinitiative formiert.

Deren Spitze, Peter Jacobs, fürchtet noch immer, dass am Ende Industrie an den Ortsrand von Delrath rückt. Er hält es für "menschenverachtend, wenn Gewerbe bei uns bis in den Vorgarten angesiedelt wird, um westlich der A 57 die Landschaft zu schützen".

(NGZ)