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Dormagen: Genehmigung für Spedition Malzburg nur vorläufig

Dormagen : Genehmigung für Spedition Malzburg nur vorläufig

Seit die Spedition Malzburg einen Zweitstandort an der Roseller Straße hat, gibt es Schwierigkeiten mit Anwohnern, die sich über die Brummis beklagen. Der Weg über die Zonser Straße auf die B 9 ist für die Sattelzüge zu eng, sie fahren deshalb über Zonser und Haberlandstraße in Richtung A 57.

Nun steht fest: Eine abschließende Betriebsgenehmigung hat das Unternehmen noch nicht. "Um die Expansionswünsche des Unternehmens zu ermöglichen und den Innenstadt-Standort an der Weingartenstraße kurzfristig vom Lkw-Verkehr zu entlasten, hat die Verwaltung einen vorläufigen Betrieb an der Roseller Straße im Hinblick auf die voraussichtliche Genehmigungsfähigkeit des Zweitstandorts bisher geduldet", sagt Stadtsprecher Harald Schlimgen. Ein vom Unternehmen vorgelegtes schallschutztechnisches Gutachten habe die Verträglichkeit des Abstellplatzes für eine Zahl von 25 Lastwagen belegt. Auf dem Grundstück werden Lkw nur abgestellt; unzulässig ist das Betanken, Waschen und Reparieren auf dem Grundstück. "Das machen wir ohnehin an der Krefelder Straße", erklärte Wolfgang Stracke, Chef der Spedition. Er kann den Ärger nicht verstehen. "Unsere Fahrer haben die Anweisung, vorsichtig zu fahren und möglichst nicht zu bremsen."

Die zwischenzeitlich erteilte vorläufige Betriebsgenehmigung umfasst zudem einen Bürocontainer. An- und Abfahrten seien zum Schutz der Nachtruhe lediglich in der Zeit von 6 bis 22 Uhr erlaubt. Stadtsprecher Schlimgen: "Bei Messungen durch das Ordnungsamt ist bisher keine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt worden." Auf dem Abstellplatz an der Roseller Straße werden die Lkw der Spedition morgens von Mitarbeitern abgeholt und am späten Nachmittag oder Abend dort wieder abgestellt.

Bis September muss die Frage der Entwässerung des Geländes — das ein Wasserschutzgebiet ist — mit der Unteren Wasserbehörde beim Kreis geklärt werden. "Das Unternehmen hat die Möglichkeit, das Wasser in die städtische Kanalisation zu leiten oder ein eigenes Regenklärbecken zu bauen", erklärt Norbert Clever vom Kreisumweltamt.

(NGZ)