1. NRW
  2. Städte
  3. Dormagen

Gelungen: Dormagens Präsentation auf Expo Real 2018

Immobilienmesse Expo Real : Starker Auftritt Dormagens bei Expo Real

Die Dormagener Delegation sorgte auf der Immobilienmesse in München für mehrere Aha-Effekte. So zum Beispiel mit einer Präsentation des Standortes Dormagen als Held zwischen Düsseldorf und Köln.

Es war ein bisschen wie bei der Sendung mit der Maus: Bürgermeister Erik Lierenfeld erklärt nicht die Welt, aber Dormagen – das dann aber vor internationalem Publikum. Bei der Präsentation der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) am Dienstagmittag auf der Immobilienmesse Expo Real blieb die Bühne erst einmal leer und dann erschien der Bürgermeister, zunächst nicht persönlich, sondern auf dem Großbildschirm.

Erster Aha-Effekt und Punktsieg im Kampf um die Aufmerksamkeit der Gäste am Niederrhein-Stand, die um diese Zeit in der Regel intensiv ins Netzwerken vertieft sind. Starker Standort, Boom-Region, hohe Lebensqualität, vor allem aber Platz, den Unternehmen in den großen Nachbarstädten Düsseldorf und Köln vergeblich suchen, das war die Botschaft.

Werben für den Standort Dormagen ohne Statistiken: In Montagsmaler-Manier zeigt Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld, was seine Stadt ausmacht. Foto: Frank Kirschstein

Um das deutlich zu machen bemühte Lierenfeld nicht lange Statistiken und Tabellen, sondern Filzstift und Papier. Eine Schlangenlinie gemalt und schon ging’s los: „Das ist der Rhein…“ Zwei Strichmännchen rechts und links für die „kleinen Nachbarn“ und in der Mitte Dormagen – fertig war die Skizze, die keinen Zweifel lässt, wer der Supermann in Sachen Gewerbeansiedlung sein möchte: Dormagen.

Der Held zwischen den großen Metropolen Düsseldorf und Köln ist unverkennbar Dormagen. Foto: Frank Kirschstein

Die Karikatur mit dem Helden, auf dessen Brust das neue Logo „d!“ prangte, wurde zum Hingucker und Aufhänger für den Dormagen-Auftritt auf der Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Und natürlich war der nicht nur zum Schmunzeln. Lierenfeld und SWD-Geschäftsführer Michael Bison wollten zeigen, was in ihrer Stadt steckt.

Bürgermeister Erik Lierenfeld mit dem Bild zur Dormagen-Präsentation. Foto: Frank Kirschstein

Im Podiumsgespräch mit Chempark-Leiter Lars Friedrich und Michael Gerke, Entwicklungschef bei Gazeley, einem Unternehmen, das gerade unweit der B9 auf dem 6,4 Hektar großen ehemaligen Rhebau-Gelände ein Logistikcenter mit 32.000 Quadratmeter Hallenfläche gebaut hat, ging es um Erfolgsfaktoren, die für Dormagen sprechen und Investitionen in der Vergangenheit ermöglicht haben, aber auch um den Blick nach vorn. Und der richtet sich auch von München aus vor allem auf das interkommunale Gewerbegebiet am Silbersee, ein Areal im Eigentum von RWE Power. Der Bebauungsplan für 53 Hektar gewerblich-industrielle Nutzung ist beschlossen, Baurecht soll ab 2022 bestehen, wenn hoffentlich endlich auch der lange geforderte Autobahnanschluss an die A57 steht.

Miachel Bison (SWD), rechts, moderierte den Dormagen-Auftritt an. Foto: Frank Kirschstein

An Interessenten mangelt es nicht. Der Logistiker DHL gehört dazu und möchte auf einer Fläche von 140.000 Quadratmetern ein hochmodernes Paketzentrum mit rund 600 Arbeitsplätzen errichten. Eine Absichtserklärung für die 150-Millionen-Euro-Investition wurde bereits unterschrieben. Auch Gazeley-Entwicklungschef Gerke betonte am Dienstag sein Interesse am Silbersee: „Wir würden unseren Footprint in Dormagen gern vergrößern und am Silbersee investieren.“ Vom Hinweis Lierenfelds, dass die Grundstücke nur im Erbbaurecht zu haben sein sollen, damit die Stadt mit Blick in die Zukunft des Areals Handlungsoptionen behält, ließ er sich nicht abschrecken: „Wir stellen uns dem Thema.“ Gerke ließ allerdings auch keinen Zweifel daran, dass Erbbaurecht für ihn nur eine „Second-best-Lösung“ sei. Lieber würde das Unternehmen kaufen.

Dormagens Bürgermeister Lierenfeld hingegen hält an den Vorgaben fest: „Wir suchen keine Investoren, wir suchen Partner für die Stadt.“ Auch wenn das Gelände am Silbersee groß erscheine, seien die Gewerbeflächen letztlich endlich und müssten so verplant werden, dass sie auch in Jahrzehnten noch zum Wohlstand der Stadt und ihrer Einwohner beitragen können.