Geburtstagsparty: Zehn Jahre Bürgerstiftung Dormagen

Bürgerstiftung Dormagen : Bürgerstiftung feiert mit Dormagenern

Zu ihrem zehnjährigen Bestehen schenkte die Bürgerstiftung den Dormagenern ein Konzert mit den Stimmungs-Bands „Domstürmer“ und „Bajaasch“. Hunderte von Gästen feierten auf dem Rathausplatz mit.

Einen tollen Abend erlebten die Besucher am Freitag bei der Party auf dem Rathausplatz, mit der die Bürgerstiftung ihren ersten runden Geburtstag feierte. „Wir sind sehr glücklich, dass die Dormagener diese Feier so gut angenommen haben“, sagte Martin Voigt, Vorsitzender der Bürgerstiftung, am Ende der Veranstaltung mit knapp 1000 Besuchern. „Damit haben wir unser Kernziel erreicht, uns einem breiten Publikum zu präsentieren.“ In den ersten zehn Jahren hat die Stiftung soziale Projekte in Dormagen mit mehr als 200.000 Euro gefördert. Voigts Dank galt den zahlreichen Helfern, Unterstützern und den Bands. Denn sowohl die „Domstürmer“, als auch „Bajaasch“ und DJ Marc Pesch traten kostenlos für den guten Zweck auf.

Und das Geburtstagsfest machte Spaß, so sorgten die „Domstürmer“, zu deren Auftritt sich der Rathausplatz füllte, für großartige Stimmung. Sie ließen bei „Mach Dein Ding“ die textsicheren Dormagener den Refrain mitsingen, bei „Ohne Dom, ohne Rhing, ohne Sunnesching“ die lustige Choreographie mitmachen, bei „E Levve lang“ mitschunkeln und bei „Naturbeklopp“ fröhlich mitfeiern. Da konnten sogar Nicht-FC-Fans zu „Meine Liebe, meine Stadt, mein Verein“ mitwippen – sehr passend: „Mer sin jekumme, um ze fiere“. Ihr kostenloses Engagement, das über Event-Veranstalter Marc Pesch gelaufen war, wollten sie „gar nicht so hochhängen“, wie Sänger Micky Nauber erklärte: „Hier sind so viele Leute ehrenamtlich für andere im Einsatz, das ist toll.“ Sehr sympathisch, wie er sagte: „Danke, dass Ihr von den 100 Bands uns gefragt habt, heute hier zu spielen.“ So haben die Domstürmer neue Fans gewonnen.

Martin Voigt, Jürgen Peters, Erik Lierenfeld und Prof. Matthias Franz (v.l.). Foto: Tinter, Anja (ati)

Zuvor hatte die Bürgerstiftung ihre Arbeit vorgestellt, Projekte wie die Kinder-Paralympics PaDoKi, die Lernhilfe „Fit für die Sekundarstufe I“, die Stromkästen-Malaktion oder den Adventskalender erwähnt. „Wir wollen aus finanziellem soziales Kapital machen“, sagte Professor Matthias Franz, der Vorsitzende des Stiftungsrates, der die Arbeit der Bürgerstiftung lobte. Auch Bürgermeister Erik Lierenfeld hob die Besonderheit heraus: „Geld wird von Bürgern für Bürger gesammelt und 1:1 hier eingesetzt.“ Dormagen sei etwas Besonderes, da dort „alle auf Augenhöhe unterwegs“ seien und sich viele für andere einsetzen, das stärke den Zusammenhalt. Er spreche gern von „dem kleinen Netzwerk“ – im Vergleich zum „Kölschen Klüngel“: In Dormagen würden „viele Netze gebaut, um Schwache, Ältere, Kinder, Behinderte, Bildungsferne aufzufangen.“ Dem stimmte Hermann Gröhe MdB zu, der eigens vor Ende der CDU/CSU-Fraktionssitzung aus Berlin „ausbüxte“, um die Erfolgsgeschichte Dormagener Bürgerstiftung zu würdigen: „Sie stiften andere an, sich einzusetzen und zu vernetzen.“ Bürgerliches Engagement bedeute Zuwendung, Heimatliebe und das Erkennen, wer Hilfe brauche: „Das klappt hier hervorragend!“ Dem schloss sich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an.

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