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Dormagen: "Gaspreisprotest" formiert sich im Höttche

Dormagen : "Gaspreisprotest" formiert sich im Höttche

Der bisher juristisch ausgefochtene Streit zwischen Kunden der Energieversorgung Dormagen (evd), die Rückzahlungen von Gaspreisentgelten einklagen und in bisher drei Fällen Recht bekommen haben, bekommt eine politische Dimension.

Am Mittwochabend gründete sich die Bürgerinitiative "Gaspreisprotest" im Höttche. Sie fordert die Politiker im Aufsichtsrat der evd auf, eine Rückzahlung auch für Kunden zu beschließen, die nicht geklagt haben. Motto der Initiative: "Gebt uns unser Geld zurück." Die Aufsteller, die Zentrums-Fraktionschef Hans-Joachim Woitzik entworfen hat, zitiere Bert Brecht: "Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

" Per Bürgerantrag soll das Thema auf die Tagesordnung der Ratssitzung am 11. Oktober kommen — jeder der 80 Anwesenden nahm Unterschriftenlisten mit nach Hause; 5000 Unterschriften sind das Ziel.

Die evd wirft der Initiative in einer ersten Stellungnahme vor, mit falschen Zahlen zu operieren, etwa bei der Höhe der Rückstellungen für etwaige Rückzahlungen, die nur etwa 300 000 Euro betrügen. "Wir haben unsere Kunden immer fair behandelt. Die Preisanpassungen waren berechtigt", sagt evd-Chef Rudolf Esser.

(NGZ)