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Dormagen/Worringen: Gasalarm bei Ineos

Dormagen/Worringen : Gasalarm bei Ineos

Am Dienstagnachmittag rückte die Werkfeuerwehr des Chemparks zu einer Ineos-Produktionsanlage aus. Im Zuge von Wartungsarbeiten war Gas ausgetreten. Auch die Feuerwehr Dormagen war im Einsatz. Verletzte gab es nicht.

Gegen 14.45 Uhr ertönen laute Martinshörner in der Innenstadt. Löschzüge aus mehreren Stadtteilen fahren in Richtung Chempark. Was genau passiert ist, scheint zunächst unklar. Kein Rauch steigt über dem Chemiepark auf, keine Flammen sind zu sehen. Doch im Hintergrund heulen die Martinshörner der Einsatzkräfte weiter, während sich Feuerwehrfahrzeuge an der Bayerstraße aufreihen.

Am Rückhalteraum Bayerstraße hielt sich außerdem die Feuerwehr der Stadt Dormagen bereit. Foto: Marcus Hammes

Bereits um 14.02 Uhr kam es in einer Ineos-Produktionsanlage, die nach Informationen der NGZ Gasöl herstellt, zum Austritt eines Restgases. Da dieses nicht vollständig über eine Hochfackel verbrannt werden konnte, wurde ein Alarm ausgerufen. Gasöle sind Kohlenwasserstoffe, die verwendet werden, um Heizöl und Dieselkraftstoff zu produzieren. Welche Anlage betroffen war, wollte Ineos am Dienstag nicht näher benennen. "Es ist eine Spaltanlage, die wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet wird", erklärte Ineos-Sprecherin Anne-Gret Iturriaga-Abarzua lediglich.

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Grafik! Foto: KLXM (Grafik)

Die Werkfeuerwehr war in die Nähe des Chempark-Tores 16 am Parallelweg ausgerückt. Wie der stellvertretende Stadtbrandmeister Dieter Englich angab, wurde der austretende Stoff, der nicht verbrannt wurde, von der Werkfeuerwehr verdünnt. "Eine Gefahr besteht derzeit nicht", gab er an, während er und seine Kollegen an Tor 1 neben der Römer-Therme sowie an der Bayerstraße auf weitere Anweisungen warteten.

"Die Feuerwehr Dormagen war mit 29 Einsatzkräften ausgerückt. Wir haben jedoch nicht eingegriffen", sagte Feuerwehr-Leiterin Sabine Voss, die selbst in der Sicherheitszentrale des Chemparks saß. "Wir haben die Entwicklung im Werk verfolgt. Hätte Gefahr bestanden, hätten unsere wartenden Einsatzkräfte mit eingegriffen", fasste sie zusammen.

Noch bis zum 11. September sollen die Wartungsarbeiten bei Ineos dauern. Das Unternehmen teilte am Dienstag der Vorwoche mit, dass es bis dahin zu "Geräusch- und Geruchswahrnehmungen" kommen kann. "Genau das ist nun passiert", erklärte Voss. Mit Luftmesswagen waren Ineos und die Feuerwehr im Einsatz und überprüften die Umgebung auf Schadstoffe. Nach Angaben der Feuerwehr gab es keine auffälligen Messwerte.

(NGZ)