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Dormagen: Für weiterführende Schulen anmelden

Dormagen : Für weiterführende Schulen anmelden

Von morgen bis Samstag werben vier weiterführende städtische Schulen um die Viertklässler, die nicht das private Norbert-Gymnasium oder die Nievenheimer Gesamtschule besuchen. Wir sagen, welche Schule was zu bieten hat.

Zwei Gymnasien und zwei Realschulen stehen drei Tage lang im Fokus von Eltern und Grundschülern, die im Sommer auf eine weiterführende Schule wechseln. Die Schulen unterscheiden sich dort zum Teil beträchtlich, wo sie selbst Akzente setzen können. Ein Überblick über Besonderheiten:

Am Leibniz-Gymnasium in Hackenbroich ist der Vormittag in 90minütige Unterrichtseinheiten eingeteilt. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Bettina-von-Arnim-Gymnasium, Haberlandstraße (Stadtmitte): Die Schule hat sieben Leitlinie formuliert, darunter diese: "Schüler werden in ihrer Besonderheit angenommen; religiöse, weltanschauliche, ethnische Vielfalt begreifen wir als Chance." Das BvA bildet Profilklassen – derzeit eine "Streicherklasse" mit der Möglichkeit ein Streichinstrument zu lernen und eine "Forscherklasse" mit naturwissenschaftlichem Projektunterricht. Auf Wunsch gibt es eine Übermittagsbetreuung (Mittagessen, Hausaufgabenaufsicht, Freizeitbetreuung). Im Leistungskursbereich besteht eine Kooperation mit den Partnerschulen Leibniz-Gymnasium und BvS-Gesamtschule.

Eine enge Begleitung bei der Berufswahlorientierung wird an der Realschule Hackenbroich groß geschrieben. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Leibniz-Gymnasium, Dr. Geldmacher-Straße, Hackenbroich: Die Schule gehörte im vergangenen Jahr zu den 18 Schulen in NRW, die die ersten Schüler zum G8-Abitur brachten. Seit 2009 besitzt das "Leibniz" das Gütesiegel "Individuelle Förderung" des Landes. Stark nachgefragt wird das interne Programm "Schüler helfen Schüler", wo Schüler unterer Klassenstufen von älteren Schülertutoren betreut werden. Zur Förderung der Klassengemeinschaft absolvieren die Fünftklässler ein fünftägiges Sozialkompetenztraining in Kooperation mit dem Jugendtreff St. Michael. Unterricht: Zweite Fremdsprache ab Klasse 6 ist Latein oder Französisch, ab Klasse neun kann Spanisch hinzukommen. Der Vormittag ist in drei 90-minütige Unterrichtseinheiten unterteilt. Es gibt eine Cafeteria mit kleinem Mittagstisch, einen eigenen Schulsozialarbeiter und die Möglichkeit eines dualen Orientierungspraktikums (Uni/Betrieb).

Die Bildung von Profilklassen und eines "Science-Centers" sind Merkmale des Bettina-von-Arnim-Gymnasiums. Foto: Jazyk, Hans (jaz)

Realschule am Sportpark, Beethovenstraße (Stadtmitte): Die Schule steht für eine Erziehung zu Toleranz ("Schule ohne Rassismus"). In jeweils einer von vier Klassen einer Jahrgangsstufe besuchen fünf Kinder mit Lernschwächen mit 20 anderen ohne Förderbedarf den Unterricht. An der Schule gibt es Streitschlichter und eine Schulsozialarbeiterin. Es besteht ein Austausch mit Toro (Spanien) und Krapkowice (Polen) sowie St. André und Hellemmes (beide Frankreich). Im Unterricht teilen sich zwei Lehrkräfte die Klassenleitung. Ab Klasse 6 kommt Französisch als zweite Fremdsprache hinzu. Sehr wichtig ist der Realschule die Unterstützung in der Berufswahlorientierung. Neu ist seit diesem Schuljahr das Fach Wirtschaft.

Realschule Hackenbroich, Dr. Geldmacher Straße: Das Besondere an der Schule ist der Ganztagsbetrieb. Die Hausaufgaben werden in speziellen "Lernzeiten" erledigt. Es gibt in einigen Fächern das "Lehrerraum-Prinzip", das bedeutet das die Schüler zu den Lehrern kommen und nicht umgekehrt. Die Schule gehört dem Netzwerk "Schule ohne Rassismus" an. Die Schüler werden durch verschiedene Maßnahmen und Projekte intensiv auf die Berufswahl vorbereitet. Zur Eingewöhnungsphase gehört ein Methodentraining. Französisch wird ab Klasse 6 unterrichtet. Eng wird mit dem benachbarten Leibniz-Gymnasium zusammengearbeitet.

(NGZ)