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Dormagen: Frühlingsbeginn im Tannenbusch

Dormagen : Frühlingsbeginn im Tannenbusch

Im Tierpark Tannenbusch beginnt es langsam zu blühen. Auch der erste Tiernachwuchs wurde geboren. Eine neue Tour zeigt Besuchern, wie sich die Jahreszeit ändert. Der 1958 gegründete Tierpark zeigt viele heimische Tierrassen – und ist eine Erholungsstätte für Familien und Sportler.

Offiziell beginnt der Frühling erst am 21. März. Im Tierpark Tannenbusch zeigt er aber bereits seine ersten Anfänge – obwohl es in dieser Woche wieder kälter geworden ist. "Man sieht das etwa daran, dass der Teppich aus Buschwindröschen schon blüht", sagt Elmar Schmidt, der sich mit der Pflanzenwelt im Landschaftsschutzgebiet auskennt. Die Pflanzen, die auf dem Waldboden wachsen, müssen sich beeilen: "Wenn die Bäume wieder blühen, bekommen sie kein Licht mehr", erklärt Schmidt. Am 27. März will er auf einer "Wald-Entdeckertour" Besuchern zeigen, wie sich der Jahreszeitenwechsel bemerkbar macht. Solche Touren sind in diesem Jahr im Tierpark neu – sie sollen künftig zu jedem Jahreszeitenwechsel stattfinden.

Seit 1958 gibt es den Tierpark in Delhoven. Einst startete er mit dem Rehkitz "Hansi" als Tiergehege, heute ist er so artenreich, dass er als Zoo eingetragen ist. Die meisten Tierarten sind heimisch, einige sind Rückzüchtungen zu ausgestorbenen Tierarten. Daneben gibt es auch ein paar Exoten – etwa schwarze Schwäne, Nilgänse oder Fasane. "Die Anlage ist nach und nach gewachsen", sagt Tierpfleger Christian Lüdecke. Die neuesten Attraktionen: 2008 entstand ein Auerwildgehege, 2009 eine Anlage für Greifvögel.

Derzeit gibt es viel tierischen Nachwuchs. "Das geht jetzt Schlag auf Schlag", sagt Lüdecke. Ende Januar wurden sechs Wildschweine geboren, auch bei den Thüringer Waldziegen und den vom Aussterben bedrohten Moorschnucken gibt es Junge. Bald folgen Rot- und Dammwild und verschiedene Schafe.

Die 110 Hektar große Anlage im Tannenbusch ist mehr als nur ein Zoo. Der Tierpark sieht sich als Erholungsstätte für junge und alte Menschen, sagt Leiterin Ellen Peterburs – ein Highlight für sie ist deshalb der vor kurzem angelegte Generationenspielplatz, auf dem es Geräte für Kleinkinder gibt, aber etwa auch eine Brücke, auf der Senioren ihr Gleichgewicht trainieren können. "Der Spielplatz hat unheimlich viel Zulauf", sagt Peterburs. Das gilt auch für den Tierpark insgesamt. "Am Wochenende haben wir manchmal fast 10 000 Besucher" sagt Peterburs. Die kämen auch aus Neuss, Düsseldorf oder Köln.

Mit der Waldschule, einem Lehrpfad und dem 1980 eingerichteten Geopark, der die Entwicklung von Gesteinen zeigt, will der Tierpark auch Wissen über Natur vermitteln – wenn die Besucher wollen. "Nicht jeder will ein Seminar besuchen", sagt Elmar Schmidt. "Viele wollen auch einfach mal durchatmen und die Alltagssorgen vergessen." Der Tierpark bietet dazu nicht zuletzt einige Sportstrecken: Es gibt einen Trimm-Dich-Pfad und eine Strecke für Nordic Walking.

(NGZ)