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Dormagen: Frostiger Ostermarkt eröffnet Freiluftsaison

Dormagen : Frostiger Ostermarkt eröffnet Freiluftsaison

Mit einem Programm für die ganze Familie lockte die Dormagener Werbegemeinschaft trotz eisiger Temperaturen Besucher in die City.

Beim Ostermarkt, der ersten großen Freiluftveranstaltung des Jahres, wartete wieder ein abwechslungsreiches Familien-Programm auf die Besucher der Innenstadt – vom Blumenmarkt über eine Autoshow bis hin zum Kö-Kinderland. Angesichts der Temperaturen um den Gefrierpunkt und des eisigen Windes hatten es sich einige Dormagener aber scheinbar anders überlegt und statteten dem bunten Treiben am Samstag lieber nur einen kurzen Besuch ab.

Trotz des kalten Wetters waren die Händler mit dem Ostermarkt zufrieden. Kinder freuten sich aufs Ostereiersuchen. Foto: Jazyk

"Wenigstens ist es trocken, und es hat nur wenig geschneit", sagte Guido Schenk von der Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), die den Ostermarkt für die Werbegemeinschaft Dormagen veranstaltete. Zumindest beim verkaufsoffenen Sonntag gestern war die Besucher-Resonanz ganz im Sinne der Händler, wie WSD-Chef Frank Lemke erklärte: "Wir sind sehr zufrieden. Die Stimmung der Gäste ist sehr gut."

Vor allem die Kinder-Aktionen kamen an: Gemeinsam mit Clown August hatte Schenk das beliebte Ostereiersuchen auf der Wiese hinter dem Alten Rathaus gestartet. Rund 40 Kinder standen in den Startlöchern, um in Windeseile alle bunten Eier aufzusammeln. Dabei waren in diesem Jahr auch Sinan (7) und Mike (3) Kozan, die alle Hände voll zu tun hatten. "Die Kinder haben noch nie bei so einer Kälte Ostereier gesucht", sagte Mutter Vanessa Kozan (38), die mit ihrer Mütze und dem dicken Mantel auch gut in eine Weihnachtsmarkt-Kulisse gepasst hätte. "Dennoch ist der Ostermarkt eine schöne Veranstaltung." Insgesamt 2000 Eier galt es an den beiden Ostermarkt-Tagen zu finden – kein Problem für die Kinder.

Auch der Jugendverband "Die Falken" hatte sich etwas für die kleinen Besucher ausgedacht: Die Falken verteilten Laufzettel, mit denen die Kinder zu den Ständen im Kinderbereich des Rathausplatzes ziehen konnten. Durch die Teilnahme an verschiedenen Aktionen, etwa Gaukeln mit Zirkusutensilien, sammelten sie Stempel – am Ende gab es eine kleine Belohnung.

Der Kälte trotzte auch Klaus Thiede (49), der mit seiner Familie und Freunden aus Dormagen über den Ostermarkt bummelte. "Die Frauen wollten shoppen, wir essen eine Kleinigkeit und die Kinder haben Spaß an den Spielen", fasste er zusammen. Insgesamt rund 50 Händler boten auf der Kö ihre Waren an. Mit dabei waren kulinarische Angebote wie Reibekuchen oder frischer Käse, aber auch Kunsthandwerk oder Schmuck. "Wir scheinen der einzige Stand zu sein, an dem es Osterdeko gibt", kritisierte Tina Bothe, die in ihrer "Wichtelstube" österlichen und frühlingshaften Wohnungsschmuck anbot. "An dem Wetter ist niemand Schuld. Aber die Marktauswahl hatte ich besser in Erinnerung", sagt sie. Beim Autofrühling zeigten fünf Händler neue Modelle.

Vor der Stadtbücherei hatten am Samstag neun tapfere Blumenhändler Stände aufgebaut. "Sechs haben abgesagt, weil es für die Blumen zu kalt ist", sagte Schenk.

(NGZ)