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Friedhof Dormagen: Metalldiebe schänden Grab von Generaloberst Loibl

Friedhof Dormagen : Metalldiebe schänden Grab von Generaloberst Willi Loibl

Es war ein Schock für Ex-Schützenkönig Hans-Joachim Krapp: Er glaubte, seinen Augen nicht zu trauen, als er auf dem Friedhof in Dormagen das Grab eines alten Freundes besuchen wollte.

Als er nach der Beisetzung des langjährigen Chefs der Dormagener Schützen, Rolf Starke, am Grab des früheren Generaloberst des Bürger-Schützen-Vereins Dormagen, Willi Loibl, vorbeischaute, glaubte Krapp erst nicht was er dort sah: „Ich fragte mich zuerst, warum steht da nichts drauf?“  Erst beim näheren Hinsehen dämmerte ihm: Die Inschrift auf dem großen Grabstein war weg - offenbar Metalldiebe hatten die bronzene Inschrift samt Grabkreuz abgekratzt.

„Unglaublich“, schüttelte Jocky Krapp fassungslos den Kopf. „Ich bin davon ausgegangen, dass ein Friedhof eine Tabuzone für solcherlei kriminellen Dinge ist.“ Ist es leider nicht, und das Grab von Willi Loibl war nicht das einzige, dass von diesen Metallräubern in einer wohl Nacht-und Nebel-Aktion heimgesucht wurde: Nach Angaben der Polizei gibt es nicht nur die eine Anzeige gegen Unbekannt, die sofort erstattet wurde, „es liegen vier weitere Anzeigen von ähnlichen Fällen auf dem Dormagener Friedhof vor“, bestätigt Polizei-Sprecherin Daniela Dässel. An anderen Gräbern wurden Metallgegenstände gestohlen. Sie spricht von einem „ungewöhnlichen“ Vorgang.

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Willi Loibl liegt in einem Familiengrab. Der beliebte Dormagener, der 20 Jahre lang das Dormagener Regiment geführt hatte und beim Schützenfest 2010 zum Generaloberst ernannt worden war, war ausgerechnet am Schützenfestsonntag ein Jahr später mit 73 Jahren völlig unerwartet gestorben.

(schum)