„Freunde von Saint-André“ zu Gast in Frankreich

„Freunde von Saint-André“ Dormagen : Französische Gastfreundschaft genossen

Die Dormagener „Freunde von Saint-André“ sind von einer beeindruckenden Reise nach Lille und vielen Begegnungen mit den französischen Freunden nach Dormagen zurückgekehrt.

Internationale Freundschaften leben durch Kontakt, vor allem durch Begegnungen und Treffen, bei denen das gegenseitige Verständnis gestärkt wird. Das hat jetzt auch wieder eine Delegation der „Freunde von Saint-André“ in Frankreich erlebt. Im Zeichen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft hatte der Vorsitzende Detlef Schirmacher mit dem Unternehmen „Afan-Reisen“ eine Bus-Fahrt nach Lille und Umgebung geplant.

„Es war ein unvergessliches Erlebnis“, schildert Schirmacher die dreitägige Tour, die die „Freunde von Saint-André“ auch nach Saint Omer und Bergues führte. In Lille trafen sie im Restaurant „Le Meunier“ auf ihre französischen Freunde des Vereins „Les amis de Dormagen“ und die Bürgermeisterin von Saint-André, Elisabeth Masse. Die Einladung zum gemeinsamen Dinner war einer der Höhepunkte der Reise. Überhaupt gefiel Lille, die Hauptstadt der Region Hauts-de-France, den Dormagener Gästen mit ihren Gässchen und schmucken Häusern beim Flanieren durch die Geburtsstadt Charles de Gaulles sehr gut: „Wir konnten die quicklebendige und kulturell höchst interessante Stadt kennenlernen – hier ergänzen sich französisches Savoir-vivre und flämische Lebenskunst vorzüglich“, meint Schirmacher. Vor allem die alte Börse „La Vieille Bourse" zählt zu den prächtigsten Gebäuden der ganzen Stadt. Gebaut im flämischen Renaissancestil des 17. Jahrhunderts, bilden 24 Häuser einen Innenhof, unter dessen Arkaden man Buchhändler, Blumenhändler und Schachspieler findet.

Weitere Stationen waren das von Patrizierhäusern bestimmte Saint-Omer mit der gotischen Kathedrale Notre-Dame (mit außergewöhnlichem Mobiliar und einem Gemälde von Rubens, das die Kreuzabnahme zeigt), die 140 Kilometer lange Opalküste Nordfrankreichs mit ihren ellenlangen, breiten Sandstränden und die kleine Stadt Bergues mit ihrem Glockenturm, der zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. Heute verdankt die Stadt einen Teil ihrer Bekanntheit dem Film „Willkommen bei den Sch'tis", der 2007 größtenteils in Bergues gedreht wurde. Auf dem Rückweg machten die Freunde von Saint-André noch Halt beim Schiffshebewerk „Canal du Centre“ in Strepy-Thieu in Belgien.

Zwischen diesen beiden Partnerschafts-Vereinen besteht ein reger Austausch: Anfang Januar war eine Abordnung aus Dormagen um den stellvertretenden Bürgermeister Michael Dries in der französischen Partnerstadt Saint-André beim Neujahrsempfang gewesen. Dort hatte er der neuen Bürgermeisterin zum Wahlsieg gratuliert. Nachdem im Vorjahr der Besuch der eisigen Witterung zum Opfer gefallen war, hatten Mitte Januar die Beauftragte des Rates für die Städtepartnerschaft, Thèrése Viemon, und Anne Six vom Jugendhaus der Stadt Saint-André am Dormagener Neujahrsempfang in Stürzelberg teilgenommen. Erneut hatte eine Gruppe aus Frankreich beim Dormagener Karnevalszug mitgemacht. „Wir haben den ,närrischen Bazillus’ erfolgreich nach Frankreich exportiert, und auch das verbindet“, hatte Bürgermeister Erik Lierenfeld erklärt.

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