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Fotovoltaik und E-Autos in Dormagen: Laut Zentrum drohen Gefahren

Fotovoltaik und E-Autos in Dormagen : Laut Zentrum drohen Gefahren

Die Zentrumsfraktion im Dormagener Stadtrat sorgt sich um die Sicherheit mit Blick auf immer mehr Fotovoltaikanlagen und Elektro-Fahrzeuge.

„Bundesweit kommt es in den Medien immer häufiger zu Berichten über Brandereignisse bei Fotovoltaikanlagen und den damit verbundenen Problemen der örtlichen Feuerwehren“, sagt Ratsmitglied Thomas Freitag. „Man ist technisch wohl oft nicht entsprechend ausgestattet, um hier angemessen zu reagieren.“

Mit Hinblick auf weitere geplante Fotovoltaikanlagen auf Schulen und städtischen Gebäuden sowie die Verbreitung solcher Anlagen im Stadtgebiet sollte die Verwaltung das Gespräch mit der Feuerwehr in Dormagen suchen, um zu überprüfen, ob diese sich entsprechend aufgestellt sieht, hier im Brandfall zu reagieren. „Der Brandschutzbedarfsplan ist gegebenenfalls anzupassen“, so Freitag. „Dazu haben wir einen Antrag im Hauptausschuss gestellt.

„Vermehrt werden E-Autos in Tiefgaragen und Parkhäusern in Dormagen abgestellt. Das Zentrum fragt sich, ob für Dormagen ein Löschcontainer erforderlich ist, falls es hier zu einem Brandereigniss kommt. Fassadendämmungen, wie sie im Rahmen von energetischen Sanierungen vorgenommen werden, bildeten eine außerordentlich hohe Brandlast. Bei Dämmplatten aus Styropor seien in einem Kubikmeter rechnerisch etwa zwei Liter Öl enthalten. Auch da müsse man prüfen, ob Dormagen gut aufgestellt ist“, sagt Fraktionsvorsitzender Hans-Joachim Woitzik.

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E-Autos, gerade in großer Anzahl, wie sie im Parkhaus Nettergasse abgestellt sind, stellten aus Sichter der Politiker ein Gefahrenpotenzial dar, welches zu überprüfen ist, um für den Fall vorbereitet zu sein. Speziell Gebäudehöhen und Breiten (= Fläche) sollten mit Hinblick auf die Brandkatastrophe im Essener Univiertel am 21. Februar 2022, was die Löschbarkeit von Fassadendämmung angeht, genau betrachtet werden. „Neue Technologien bringen neue Risiken mit sich, die geprüft und bewertet werden müssen. Hier müssen für die Zukunft Möglichkeiten gefunden werden, potentielle Gefahren von der Dormagener Bevölkerung abzuwenden“, sagt Zentrums-Politiker Michael Kirbach.

(NGZ)