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Dormagen: Flohmarkt-Standorte umstritten

Dormagen : Flohmarkt-Standorte umstritten

Das Dormagener Stadtmaketing wird zwei der sechs Flohmärkte in diesem Jahr nicht auf der "Kö", sondern auf dem Marktplatz veranstalten. Das sorgt für Widerstand in der Werbegemeinschaft.

An sechs Samstagen im Jahr wird das Kauf- und Flanier-Erlebnis in der Kölner Straße um eine Besonderheit erweitert: Ein City-Flohmarkt sorgt für zusätzliche Kundenfrequenz. Das bleibt im Kern auch in diesem Jahr so, doch die Veranstalterin, die Stadtmarketing- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD), geht einen neuen Weg: Die ersten beiden Flohmärkte werden auf dem neu gestalteten Marktplatz an der Römerstraße stattfinden. Eine Idee, die schon für Ärger sorgt, noch ehe der erste Händler seinen Stand aufgebaut hat: "Ein Fehler", sagt Frank Lemke, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Dormagen.

SVGD-Leiter Guido Schenk spricht von einem "Experiment". Ein Versuch, der nicht ganz freiwillig unternommen wird. Denn offenbar haben einige "Kö"-Händler Druck gemacht, weil ihnen die Stände der Trödler zu nahe gerückt sind und das eigene Geschäft beeinträchtigen. Eine Argumentation, die von der Mehrheit der WSD-Mitglieder nicht geteilt wird, sagt deren Vorsitzender Lemke.

Im Gegenteil: "Wir befürchten, dass der bislang positive Effekt, nämlich eine deutliche Frequenz-Steigerung bei den City-Besuchern, verschwinden wird." Das sähen auch die Beschicker des Bauern-Frischemarktes so, die ebenfalls vom guten Kundenbesuch während der samstäglichen Flohmärkte profitierten.

2006 rief die SVGD die City-Flohmärkte ins Leben, die sich inhaltlich klar von den klassischen Trödelmärkten — wie am Sonntag im Gewerbegebiet Top-West — unterscheiden: "Keine Neuware, keine Profi-Verkäufer", sagt Guido Schenk, "sondern Privatleute, die Gebrauchtartikel, Bastelarbeiten oder Kunsthandwerk anbieten". Ein Konzept, das bestens ankommt.

Zwischen 50 und 70 Händler bauen seitdem regelmäßig auf der "Kö" ihre Stände auf. Nachdem der Marktplatz eröffnet wurde, initiierte die SVGD dort Blumen- und Bücher-Flohmarkt — mit großem Erfolg. Jetzt also auch der City-Flohmarkt. "Das wird klappen, denn der Platz ist ideal und die ,Kö' liegt nur wenige Meter entfernt", ist Guido Schenk Optimist. Im November 2011 gab der Aufsichtsrat der SVGD seine Zustimmung, den Versuch zu wagen.

Die genauen Termine stehen auch schon fest: Den Anfang machen am 7. April und 2. Juni die beiden Flohmärkte auf dem Marktplatz. Danach geht es wieder zurück in die Haupteinkaufsstraße: Auf der "Kö" gibt es dann am 7. Juli, 4. August, 1. September und am 6. Oktober den City-Flohmarkt in gewohnter Umgebung.

Mitmachen kann jeder Privatanbieter, die Standgebühr beträgt für Stände bis drei Meter Breite pauschal 25 Euro. Jeder weitere Meter kostet zehn Euro. Anmeldung per E-Mail unter flohmarkt@svgd.de

(NGZ/rl)