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Finanzen in Dormagen: Jahresergebnis der Stadt für 2019 ist positiv

Finanzen in Dormagen : Das Jahresergebnis der Stadt für 2019 fällt positiv aus

Das Plus von 7,1 Millionen Euro für das vergangene Jahr wird der Ausgleichsrücklage zugeführt. Sie ist mit 20 Millionen Euro nun wieder fast so hoch wie 2008 vor der Haushaltssicherung. Es war der vierte positive Jahresabschluss für die Stadt in Folge.

(NGZ) Die Stadt Dormagen kann zum vierten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis vorlegen. „Das haben wir unserer konsequenten und strategischen Haushaltskonsolidierung zu verdanken“, sagt Bürgermeister Erik Lierenfeld, verweist aber auch auf die lange Aufschwungphase in Deutschland. Diese sei wegen Corona vorbei. Dennoch bleibe Dormagen fiskalisch handlungsfähig: „Investitionen in Sicherheit, Infrastruktur und Bildung sind für uns weiter möglich.“

Die jetzt von der Kämmerei vorgelegten Zahlen zeigen: 2019 konnte ein Jahresergebnis von 7,1 Millionen Euro verbucht werden, damit verfügt die Stadt Dormagen über eine Ausgleichsrücklage von 20 Millionen Euro. „Damit nähern wir uns der Ausgleichsrücklage von 21,7 Millionen Euro, die im Rahmen der Eröffnungsbilanz 2008 ausgewiesen wurde. Die schweren Jahre der Haushaltssicherung sind also fast überwunden“, erklärt Kämmerin Hannelore Drosten.

Ursächlich für die in der Corona-Krise beruhigende Ausgangslage sind insbesondere die gestiegenen Steuererträge. So erreichten die Gewerbesteuererträge 2019 einen Höchststand von 47,1 Millionen Euro. „Damit wurde der Planansatz von 37,7 Millionen sogar um 9,4 Millionen übertroffen“, erläutert Drosten. Die ordentlichen Erträge liegen rund 10,9 Millionen Euro über den Planansätzen. „Damit sind wir einigermaßen gerüstet für den jetzt zu erwartenden Konjunkturabsturz“, sagt sie.

Drosten und Lierenfeld sind sich einig, dass es einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund und Ländern bedarf, um die Handlungsfähigkeit und Liquidität der Kommunen zu erhalten. „Corona wird uns härter treffen als die Finanzkrise und tiefe Spuren hinterlassen“, sagt Lierenfeld: „Wir brauchen einen Rettungsschirm, der den Ausfall der Gewerbesteuer auffängt. Und nicht – wie von der Landesregierung vorgeschlagen – den Verlust über die nächsten 50 Jahre abschreibt.“