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Dormagen: Feuerwehr hilft bei Hafenbrand

Dormagen : Feuerwehr hilft bei Hafenbrand

Bei dem Brand eines Düngemittelbetriebes in Krefeld waren am Dienstag auch 43 Rettungskräfte der Feuerwehren aus dem Rhein-Kreis im Einsatz. Angeleitet wurden sie von Bernd Eckhardt von der Berufsfeuerwehr Dormagen.

Über 300 Rettungskräfte waren am Dienstag beim Brand des Düngemittelherstellers Compo im Krefelder Hafen im Einsatz. Bernd Eckhardt, der der Berufsfeuerwehr Dormagen angehört, leitete einen Verband von 43 Kräften aus dem Rhein-Kreis. Zusammen mit neun weiteren Kameraden der Feuerwehr Dormagen rückte Eckhard nach Krefeld an und unterstützte seine Kollegen bei der Brandbekämpfung.

Unter anderem waren die Einsatzkräfte aus dem Rhein-Kreis dafür verantwortlich, dass sich der Brand nicht auf weitere Gebäude des Düngemittelbetriebes ausbreitete. Erst am frühen Mittwochmorgen konnten die Einsatzkräfte aus Krefeld abrücken.

"Gegen 12.30 Uhr wurden wir in Dormagen alarmiert", sagt Bernd Eckhardt. Mit einem Einsatzleitungsfahrzeug, einem Schlauchwagen sowie mit einem Tanklöschfahrzeug machten sich die Berufsfeuerwehrleute auf den Weg nach Neuss. "Am Hammfelddamm haben wir uns mit den Kräften aus dem restlichen Kreisgebiet getroffen", erläutert Eckhardt.

"Wird die Bereitschaft vier alarmiert, rücken Kräfte aus Neuss, Meerbusch, Jüchen, Kaarst und Dormagen an", erklärt der stellvertretende Kreisbrandmeister Stefan Meuter (40). Mit 13 Einsatzfahrzeugen fuhr die so genannte Bezirksbereitschaft dann weiter zur Messe Düsseldorf. "Dort befindet sich die Sammelstelle für die Gesamtbereitschaft", macht Eckhardt deutlich. Also für die Kräfte, die zur Unterstützung und als Ersatz für die eingesetzten Feuerwehrleute dienen sollen.

"Erkennt die Einsatzleitung bei einem größeren Brand, dass die beteiligten Feuerwehrkräfte eine Ablösung benötigen, wird vorsorglich eine Bereitschaft im Rahmen der überörtlichen Hilfe zusammengerufen", sagt Meuter. Dies betrifft vor allem längere Einsätze. Die Kräfte aus dem Rhein-Kreis unterstützten die Brandbekämpfung in der zweiten Schicht, bevor sie am frühen Mittwochmorgen von Feuerwehrleuten aus Krefeld und Duisburg abgelöst wurden.

Die überörtliche Hilfe im Falle eines Großbrandes ist landesweit organisiert und verläuft nach vorgegebenem Muster. "Es ist dennoch eine große Leistung, dass so viele Kräfte unterschiedlicher Wehren im Land innerhalb kurzer Zeit gemeinsam einsatzbereit sind", unterstreicht Meuter die Bedeutung gründlicher Planung und Vorbereitung für den Ernstfall. "Es hat alles reibungslos funktioniert", sagt er.

Nach rund drei Stunden hatte die Feuerwehr den Brand in Krefeld unter Kontrolle. Gelöscht wurde jedoch auch noch am Mittwoch. Immer wieder tauchten neue Glutnester auf. "Industriebrände sind immer ganz besondere Brände", erklärt Eckhardt, für den Großbrände nicht neu sind. Bereits 1999 bei der Explosion des Tankschiffes Avanti sowie 2008 beim Ineos-Brand war er im Einsatz.

Auf dem Weg zum Einsatzort stelle er sich dennoch stets die Frage, ob technisch alles funktioniere. "Wir sind unbedingt darauf angewiesen, dass Fahrzeuge und Ausrüstung einsatzbereit sind", sagt er. Dann sei auf dem Weg oft ungewiss, welche Aufgabe man selbst bei der Brandbekämpfung übernehme. "Nicht jeder kann direkt bei den Löscharbeiten helfen, einige Kameraden fungieren als Reserve", fügt Eckhardt hinzu. Doch auch diese Ungewissheit mache seinen Beruf spannend.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Ein Tag danach: So sieht der Brandort aus

(NGZ/rl)