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Festival am Rhein: Musik aus Dormagen trotzt der Hitze​

Festival am Rhein : Musik aus Dormagen trotzt der Hitze

Zum ersten Mal gastierte das Traditions-Festival im Landgasthaus Piwipp in Rheinfeld. Organisatoren, Musiker und Besucher waren begeistert. Und das gab es zu sehen und zu hören.

Die 18. Auflage des beliebten Festivals „Musik aus Dormagen“, kurz MAD genannt, war ein Besonderes: Zum ersten Mal hatten die Musiker der sieben Bands Rheinblick, denn die Bühne wurde auf dem herrlichen Areal des Landgasthauses Piwipp aufgebaut. Natürlich eine Premiere auch für Carina Siepen, Gastronomin und Chefin in der „Piwipp“: „Es war echt schön und hat super viel Spaß gemacht. Gerne wieder“, zog die junge Frau ein Fazit.

Für den erfahrenen Organisator Markus Fuchs war es kein ganz leichtes Festival. Zum einen wusste er um die brütende Hitze, die auf Musiker und Besucher zukam; zum anderen musste er in den Tagen vor dem Start gleich drei Absagen von Bands hinnehmen - allesamt aus gesundheitlichen Gründen. Corona ließ grüßen! Nach „Bob’s your Uncle“ und „Out of Noise“ kamen dann auch noch „Food for the Monkeys“ hinzu, die kurzfristig passen mussten. Aber das MAD-Festival machte das Beste daraus: „Die verbliebenen sechs Bands haben ihr Programm verlängert und die Schlagzeugschule-Dormagen hat einfach noch einen zweiten Programmpunkt geliefert“, so Markus Fuchs. So ging es wie geplant um 12 Uhr los und endete wie vorgesehen um 23 Uhr. So haben es Beteiligte konkret gesehen.

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Gastronomin Carina Siepen hatte im Vorfeld ihren Gästen kommuniziert, dass es am Samstag laut werden würde und die Gäste, die trotzdem kommen, sich auf eine breite Mischung einstellen müssen, bis hin zum Punk. Doch es schrecke kaum jemanden ab, „die Terrasse war voll, die Stimmung prima.“ Weil es auch einen Windschutz und eine Verglasung gab, hielt sich die Beeinträchtigung in Grenzen, erzählt sie. Überhaupt sei die gesamte Organisation und Zusammenarbeit mit Veranstalter und Coma Media, die die Technik lieferten, sehr gut gewesen. Beeindruckt zeigte sich Metal-Fan Siepen vom Auftritt der Schlagzeugschule, „das war einfach faszinierend“. Vielleicht eine Wiederholung von MAD im kommenden Jahr? „Ja, auf jeden Fall.“

Ein sehr persönliches Fazit zog Frauke Herrmann, Gitarristin der reinen Frauen-Band „Starlettes“: „Ich finde, dass die Location wunderschön ausgesucht worden ist. Die Atmosphäre war ausgesprochen gut, die Organisation klasse. Natürlich war es sehr heiß, aber die Musiker hatten ein Zelt hinter der Bühne, dazu gab es viele Pavillons, so dass es gut ging.“ Die beliebte Dormagener Band hatte für diesen Abend ganz auf Akustik gesetzt und ein „gediegenes“ Unplugged-Set zusammengebaut, das bei den Zuschauern sehr gut ankam. Für vier Songs kam dann auch Mike Neuschäfer, Ehemann von Bassistin Chrissie, auf die Bühne. „Schade, dass Food for the Monkeys nicht dabei sein konnten, auf die habe ich mich sehr gefreut“, so Frauke Herrmann. 

Wenn Markus Fuchs ins nächste Jahr schaut, dann kann er sich gut vorstellen, zum Landgasthaus Piwipp zurückzukommen, „das würde ich mir wünschen. Es war einfach klasse dort und die Zusammenarbeit sehr gut.“ Fuchs war froh, dass die Dormagener Schlagzeugschule so flexibel reagierte und zwei Auftritte hinlegte. „Wir haben insgesamt eine sehr breite musikalische Palette bieten können, vom Cover-Pop-Rock bis zum Punk.“ Weil es eine Benefizveranstaltung war, werden Kitas und Grundschule profitieren, die Geld für den Musikunterricht bekommen sollen.