FDP tritt für Notruf-Bänke in Dormagen ein

Vorschlag für Dormagen : FDP will Notruf-Bänke am Rhein und darüber hinaus

Schon vorhandene, nicht zuletzt aber auch neu zu errichtende Sitzbänke sollen mit einem gut sichtbaren Code ausgestattet werden, der es in Notfällen der Rettungsleitstelle ermöglicht, den Standort im Handumdrehen zu ermitteln.

Bei dieser nämlich werden die Codes für die Bänke hinterlegt. „Im Notfall geht es um jede Sekunde“ sagt der Zonser Stadtrat, Gerd Sräga (FDP), der die Idee von so genannten „Notruf-Bänken“ insbesondere am Rhein verwirklicht sehen möchte, sind doch gerade die Rheinauen bei Zons im Sommer ein gern und häufig besuchter Ort. Notruf-Bänke sind in Städten und Gemeinden derzeit offensichtlich en vogue. Gerd Sräga bezieht sich explizit auf ein vergleichbares Projekt in Neuss: Dort haben CDU und Bündnis 90/Die Grünen einen entsprechenden Antrag in den Umwelt- und Grünflächenausschuss eingebracht. Das Projekt der Notruf-Bank erfreut sich unabhängig von der politischen Couleur großer Popularität: In Dormagens Nachbargemeinde Rommerskirchen liegt ein entsprechender Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) auf dem Tisch.

Der hinter diesen Initiativen stehende Grundgedanke: Im Gegensatz zu Straßen fehlt es in Grünanlagen vielfach an eindeutigen Orientierungspunkten wie Namen und/oder Zahlen. Es ist daher keine unrealistische Möglichkeit, dass auf der Suche nach einer hilfebedürftigen Person Zeit verloren geht. Die Bänke mittels einer Plakette zu nummerieren kann aber auch dann nützlich sein, wenn es nicht um den lebenswichtigen Zeitfaktor bei Rettungsaktionen geht. Auch wenn es sich um die Alarmierung der Polizei oder „nur“ um die Meldung von Schäden bei der Stadt handelt, können Notruf-Bänke wichtig sein.

„Natürlich soll diese Idee nicht nur hier in Zons verwirklicht werden,“ sagt der Fraktionsvorsitzende der FDP, Karlheinz Meyer. „Wir werden einen entsprechenden Antrag in die nächste Sitzung des Hauptausschusses einbringen“, kündigt Meyer an.

(S.M.)
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