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FDP in Dormagen: Eltern sollen nicht für Digitalisierung zahlen

Fördergelder für Dormagen : FDP: Eltern sollen nicht für Digitalisierung zahlen

Die FDP in Dormagen übt Kritik an einer Äußerung, die nach ihren Angaben der Städte- und Gemeindebund zum Thema Kosten der Digitalisierung getan hat. Danach sollen Eltern beteiligt werden.

Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer hält es für falsch, dass der Hauptgeschäftsführer Bernd Jürgen Schneider der Ansicht ist, dass sich ein so großes Zukunftsprojekt wie die Digitalisierung an Schulen nur stemmen lasse, wenn neben Land und Kommunen auch die Eltern einen Beitrag leisten.

„Hier muss klar widersprochen werden“, sagt Meyer. „Die Familien sind in der momentanen Situation durch u.a. das Home-Schooling und auch durch finanzielle Aspekte an der Belastungsgrenze. Dies verdient Anerkennung und keine Mehrbelastung.“ In diese Richtung zielt auch der schulpolitische Sprecher der FDP, Wayne Powils: „„Finanzlücken dürfen nicht durch eine Mehrbelastung der Bürger gegenfinanziert werden. Wir haben mit zahlreichen Vorschlägen der Verwaltung aufgezeigt, wie Kosten im städtischen Haushalt eingespart werden können. Wenn hier der Wille oder die Fähigkeiten fehlen, darf die Zeche nicht die Eltern zahlen.“

Der Stadtrat hat zuletzt über die Verteilung von Fördergelder entschieden. Aus dem Fördertopf „Gute Schule 2020“ werden 352.800 Euro für digitale Endgeräte (iPads) an allen Schulen sowie in Videokonferenztechnik für alle 111 entweder bereits vorhandenen oder bereits bestellten interaktiven Displays verwendet. Hinzu kommen noch Restmittel in Höhe von 136.000 Euro zur Verfügung stehen und in elektronische Arbeitsplätze. Ein weiterer Fördertopf ist der „DigitalPakt Schule NRW“, wo es für Dormagen 1,43 Millionen Euro gibt. In einem zweiten Aufschlag wird es fast 900.000 Euro für Netzwerktechnik und Geräte geben. Schließlich gibt es noch das Sofortprogramm des Bundes und der Länder, aus dem Dormagen ca. 200.000 Euro erhält.

(schum)