Dormagen: FDP-Chef: Rhein-Kreis soll digitale Modellregion werden

Dormagen: FDP-Chef: Rhein-Kreis soll digitale Modellregion werden

Der FDP-Kreisvorsitzende Bijan Djir-Sarai empfiehlt dem Rhein-Kreis, er solle sich als eine von NRW-weit fünf Modellregionen "Öffentliche Verwaltung - eGouverment" bewerben, um für ansiedlungswillige Firmen einen wichtigen Standort-Faktor offerieren zu können. "Wir sollten als Kreis alles tun, um als einer der Vorreiter der Digitalisierung dabei zu sein", sagt Djir-Sarai, der bis zur Bundestagswahl IT-Dezernent bei der Neusser Kreisverwaltung war, und jetzt für die FDP im Bundestag sitzt.

In seiner Funktionals IT-Dezernent hatte Djir-Sarai ein viel beachtetes Digitalisierungskonzept für den Rhein-Kreis vorgelegt. Jetzt kündigte der liberale Politiker an, er werde den nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Digitalminister Andreas Pinkwart auf die Digitaloffensive an Rhein und Erft aufmerksam machen. Das Land, insbesondere Minister Pinkwart, drückt beim Thema digitale Stadtentwicklung mächtig aufs Tempo. Pilotprojekte mit Best-Practice-Beispielen und unter Einbeziehung von Wissenschaft und Forschung in den Regionen sollen bei der Erprobung neuer Erkenntnisse und Konzepte helfen. Dazu sucht das Land in jedem seiner fünf Regierungsbezirke eine digitale Modellregion. Ein Platz ist bisher vergeben: Ostwestfalen-Lippe mit Paderborn als Leitkommune. Um den noch freien Platz im Regierungsbezirk Düsseldorf soll sich, so der Neusser FDP-Chef Djir-Sarai, der Rhein-Kreis bewerben.

"Wir hätten beste Aussichten", sagt Djir-Sarai, der die Bewerbung auch in Kürze mit Landrat Hans-Jürgen Petrauschke besprechen will. IT-Kompetenz sei längst eine tragende Säule einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung: "Im Wettbewerb der Regionen ist es heute mehr denn je erforderlich, dass unsere Wirtschaftsförderung im Rhein-Kreis nur noch mit einer Stimme spricht."

(lue-)
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