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Dormagen: FDP: CDU ist der richtige Partner für uns

Dormagen : FDP: CDU ist der richtige Partner für uns

Dormagens Liberale haben bereits wichtige Weichen für die Kommunalwahl gestellt, die Wahlkreise besetzt und thematische Schwerpunkte festgelegt. Jamaika-Koalitionspartner CDU wäre für die FDP erneut die erste Wahl.

Als eine der ganz wenigen Fraktionen haben Dormagens Liberale schon Nägel mit Köpfen gemacht und mit Blick auf die Kommunalwahl im Frühjahr nächsten Jahres alle Wahlkreise besetzt. "Wir sind sehr früh unterwegs", bestätigt Torsten Günzel, der seit dem vergangenen Jahr die FDP führt. "Das hat aus unserer Sicht den Vorteil, dass die Kandidaten jetzt ausreichend Zeit haben, in ihren Wahlkreisen für sich zu werben."

Der 37-Jährige wird sich selbst auch wieder um ein Ratsmandat bewerben und in Zons kandidieren. Ebenso wie seine beiden Mitstreiter im Stadtrat, Fraktionsvorsitzender Karlheinz Meyer (in Rheinfeld) und Michael Koch (in Nievenheim). Weil die Aussicht auf einen direkten Einzug in den Rat über den Gewinn des Wahlkreises eher gering ist, kommt der Besetzung der Reserveliste eine besondere Bedeutung zu, die am 12. Oktober erfolgt.

Dann wird sich auch zeigen, ob eine alte Bekannte Ambitionen auf einen aussichtsreichen Listenplatz zeigt: Beate Brebeck. Die frühere Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende hatte vor zwei Jahren aus familiären Gründen ihr Ratsmandat niedergelegt. "Sie will sich wieder einbringen und wird im Wahlkreis Ückerath antreten", so Günzel. "Eine kommunalpolitisch sehr erfahrene Frau, die uns verstärken wird." Brebeck ist eine der wenigen Frauen, die liberale Politik in Dormagen macht. "Etwas mehr Frauen-Power würde uns gut tun", sagt auch Günzel. Die Frage, ob die FDP einen eigenen Bürgermeister-Kandidaten stellen wird, sei noch nicht entschieden. Sehr wahrscheinlich ist es nicht. Ob man dann den CDU-Kandidaten unterstützt "hängt davon ab, ob er für uns tragbar ist". Das träfe auf alle zurzeit in Rede stehenden Namen zu, so Günzel.

In der aktuellen Jamaika-Koalition mit CDU und den Bündnisgrünen fühlt sich die FDP gut aufgehoben. "Wir arbeiten mit der CDU gut zusammen. Das wäre auch der Partner für die nächste Wahlperiode. Die Schnittmenge ist ziemlich groß." Günzel schätzt vor allem das gute Verhältnis zu seinem Amts-Kollegen André Heryschek. Eine Hau-drauf-Politik ist nicht seine Sache. "Ich glaube, dass ich zu allen demokratischen Fraktionen ein gutes Verhältnis habe." In den koalitionsinternen Diskussionen habe man das liberale Profil zeigen und behaupten können. Der Stadtverbandsvorsitzende nennt die Seniorenresidenz neben dem Friedhof als Beispiel wo man die zuerst vorgesehene Riegel-Bebauung mit Erfolg ablehnte; oder die Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept, "in denen wir die Erhöhung der Gewerbesteuer durchgesetzt haben". Das alles mit beschränkten personellen Möglichkeiten. Denn ebenso wie bei den Grünen verteilen sich Arbeit und Verantwortung auf nur wenige Schultern. Günzel sagt klipp und klar: "Wer mehr FDP will, eine FDP mit mehr Mandaten im Rat, der muss sie dann auch wählen."

Die inhaltliche Ausrichtung für die Kommunalwahl läuft, fünf Arbeitsgruppen wurden zu den Themen Haushalt, Stadtentwicklung, Senioren, Freizeit/Erholung und zusammen mit der CDU zur Wirtschaftsförderung eingerichtet. Günzel befasst sich mit dem Bereich Freizeit, "da geht in Dormagen noch viel mehr", sagt er. "Der Tannenbusch kann noch deutlich aufgewertet, für Hunde spezielle Laufflächen eingerichtet oder die Straberg-Nievenheimer Seenplatte entwickelt werden — ein altes Thema von uns." Günzel sagt: "Wir werden zu fast allem eine Meinung haben, aber wir müssen uns aus personellen Gründen fokussieren."

(NGZ/ac)