Dormagen: FC Straberg will Kunstrasen

Dormagen : FC Straberg will Kunstrasen

Der FC Straberg hofft, schon im Sommer ein Kunstrasenplatz bauen zu können. Die Politik prüft das vom Verein ausgearbeitete Konzept. Das orientiert sich – modifiziert – am so genannten "Hoeninger Modell".

Der FC Straberg hofft, schon im Sommer ein Kunstrasenplatz bauen zu können. Die Politik prüft das vom Verein ausgearbeitete Konzept. Das orientiert sich — modifiziert — am so genannten "Hoeninger Modell".

Strabergb 2012 hat alle Chancen, als ein ganz großes Jahr in die Geschichte des FC Straberg einzugehen. Seit Mitte der 90er Jahre verfolgt der Verein das Ziel, einen Kunstrasenplatz anzulegen. Ein Wunsch, der im Sommer Wirklichkeit werden könnte. "CDU und Grüne sind dafür, die FDP prüft derzeit noch die Tragfähigkeit unseres Konzepts", berichtet Vorstandsmitglied Johannes Stürmer.

Er selbst gehört zu dem Team, das dieses ausgearbeitet hat und seit Sommer 2011 mit den Politikern über eine Umsetzung verhandelt. Bei allem Optimismus, dass es diesmal klappen wird, bleiben Johannes Stürmer und der Vorsitzende Josef Schoos allerdings vorsichtig: Schon vor einigen Jahren schien ein Kunstrasenplatz in unmittelbarer Reichweite zu sein, ehe die Stadt das Vorhaben ungeachtet eines einstimmigen Ratsbeschlusses angesichts leerer Kassen auf unbestimmte Zeit vertagte. Dass die Politiker gewillt sind, sich nun doch ernsthaft damit zu beschäftigen, hat nicht zuletzt den Grund, "dass wir deutlich weg sind von den 1,3 Millionen Euro, die im Raum standen", sagt Johannes Stürmer — ohne einen konkreten Betrag zu nennen.

CDU-Fraktionschef Wiljo Wimmer, der auf weitere Gespräche am kommenden Montag verweist, spricht von einem Betrag deutlich unter einer Million Euro. Er spricht von Überlegungen des Vereins, selbst nur als Finanzier zu fungieren, während die Stadt Bauherr wäre. Johannes Stürmer verweist auf die "momentan günstigen Zinskonditionen". Das neue Konzept setzt auf Eigenleistungen der Vereinsmitglieder: etwa das Abtragen des alten Platzes oder die Demontage der Tore.

Inspirieren lassen haben sich die Straberger vom "Hoeninger Modell". In der Nachbargemeinde Rommerskirchen hat die DJK Hoeningen binnen eines Jahres alle politischen und finanziellen Hürden nehmen und einen Kunstrasenplatz bauen können. Die Gemeinde hat mit dem Verein einen Vertrag über 20 Jahre geschlossen, in dem ihm die jährlichen Zuschüsse für die Unterhaltung des Platzes zugesichert werden. Die Hoeninger Fußballer sind Pächter und bewirtschaften das Sportgelände in eigener Regie. Der von der Rechtsanwältin Sonja Christmann beratene FC Straberg will das "Hoeninger Modell" aber nicht kopieren: Der Stadt soll eine stärkere Rolle zukommen. Stadtsprecher Harald Schlimgen verweist auf die Neujahrsansprache des Bürgermeisters. Peter-Olaf Hoffmann hatte von einem "Straberger Modell" gesprochen, aber auch gesagt, dass es noch zu früh sei, Ergebnisse zu präsentieren. Zurückhaltend ist auch Karlheinz Meyer von der FDP-Fraktion: "Wir wollen, dass das Projekt rentierlich ist."

(NGZ/url)
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