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Dormagen: Fans wollen Profi-Handball retten

Dormagen : Fans wollen Profi-Handball retten

Die Frage lässt an Konkretheit nichts zu wünschen übrig: "Gibt es schon ein Spendenkonto für den DHC?" fragt NGZ-Leserin Jennifer Töller-Müller – nicht ohne hinzuzufügen, dass sie bereit wäre, dieses mit einem privaten Beitrag zur Rettung des DHC zu füllen. Die 26-jährige Diplom-Kauffrau wohnt noch nicht lange in Dormagen und ist auch nicht bei jedem Heimspiel des DHC dabei, will sich aber mit dem Ende nicht abfinden. "Das hat mich sehr getroffen", sagt Jennifer Töller-Müller, die das Aus nicht hinnehmen, sondern die Initiative ergreifen will.

Wie viele andere Fans auch, die sich mittlerweile auf der Internetplattform Facebook treffen und Pläne schmieden. Etwa für eine "Rettungsparty" im Sportzentrum, "für die es schon über 280 Zusagen gibt", wie Mit-Initiator Wolfgang Strassl alias "DJ Wolle" bekannt gibt. "Das hat sich alles sehr schnell entwickelt", staunt DHC-Sprecher Detlev Zenk. Ob es mit der Party klappt und vor allem wann, soll sich Anfang kommender Woche klären. "Das hängt davon ab, was der Hallen-Verantwortliche sagt", so Strassl, der die Party noch vor dem auf Facebook provisorisch genannten Termin 26. Februar hinbekommen will. "Zwei Bands haben schon zugesagt, kostenlos aufzutreten."

Unterstützt wird er unter anderem von Buchhändler Jorgos Flambouraris. "Ich finde, dass das Dormagener Modell fortgeführt werden sollte – leider hängt ja heute alles am Geld." Für ihn geht es darum, ein Zeichen zu setzen, zu mobilisieren, alles zu probieren. "Wichtig ist, dass die Leute etwas tun können." Die Fans sind voller Tatendrang: "Es geht darum, den DHC vor der Insolvenz zu retten. Das ,Dormagener Modell' ist ein wirtschaftlich und sportlich vernünftiger Weg", heißt es in dem Facebook-Aufruf, dem sich auch die DHC-Fanclubs angeschlossen haben. Der Traum aller: Sponsoren zu finden, die das sinkende DHC-Schiff retten. Das Logo der Initiative, ein "DHC-Rettungsanker", passt dazu.

(NGZ)