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Dormagen: Familien pflanzen Stammbaum

Dormagen : Familien pflanzen Stammbaum

Am Tannenbusch stehen seit Samstag 30 neue Obstbäume. Eltern, Großeltern und Paten haben sie für ihre Kinder gepflanzt. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wirbt mit der Aktion Spenden für ein neues Biotop ein.

Mit Schaufeln, Gießkannen und Eimern bepackt machten sich am Samstag zahlreiche Eltern, Paten, Omas und Opas auf den Weg in den Tannenbusch, der mit seinem farbenfrohen Herbstkleid Groß und Klein zum Spaziergang lockte.

Doch nicht nur des Wetters halber begaben sich am Wochenende 30 Familien auf die Felder am Rande des heimischen Waldes. Das große Stammbaumpflanzen stand wieder vor der Tür und fand — wie schon in den vergangenen Jahren — auch dieses Mal großen Anklang bei Dormagens Familien.

Das Stammbaumpflanzen gibt es seit 15 Jahren. Bei der Aktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald pflanzen Eltern, Großeltern oder Paten für jeweils ein Kind gegen eine Spende einen Obstbaum. Die Spender erhalten eine Plakette, mit dem Namen des Kindes eingraviert, am Baum und eine Urkunde. "Wir freuen uns jedes Mal über die große Beteiligung. Heute erwarten wir um die 150 Besucher", sagt Hermann Josef Kremer, Ehrenvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Tatsächlich gestaltet sich das Stammbaumpflanzen bei den Teilnehmern als ein wahrer Familienausflug, der die Generationen vereint. "Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, wie ganze Familien von überall her auf das Feld strömen. Bei dem ersten Stammbaumpflanzen kamen mir tatsächlich die Tränen", sagt Kremer.

Eben solche Momente haben diese Veranstaltung nicht nur für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, sondern auch für zahlreiche Familien zu einer Tradition werden lassen. "Nachdem mein erstes Enkelkind bereits ein eigenes Bäumchen bekommen hat, ist nun auch meine Enkeltochter Ronja an der Reihe. So ein Stammbaum ist schließlich ein schönes Ziel beim Spazierengehen", sagt Brigitte Schenk über den Familienbrauch.

Doch die weitläufige Streuobstwiese ist noch mehr als ein schöner Ort des Zeitvertreibes für Groß und Klein. "Wir möchten mit Hilfe des Stammbaumpflanzens ein neues Biotop für die Tiere des Waldes schaffen, damit sie durch dieses ihren Weg auch in andere Teile des Waldes finden", sagt Hermann Josef Kremer über die Vorteile der Veranstaltung von Seiten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

Dass das umweltfreundliche Konzept der Aktion aufgeht, zeigt die Vielfalt an bisher gepflanzten Bäumen, wie Hermann Josef Kremer weiß: "Momentan bestellen wir schon das zweite Feld mit den Familien.

Nachdem der Platz auf dem ersten knapp wurde, hat die Stadt uns netterweise ein weiteres zur Verfügung gestellt", ganz zur Freude der Umweltschützer und Familien, die wie am vergangenen Samstag auch in Zukunft ihren Sprösslingen gewidmete Bäumchen pflanzen können.

(NGZ)