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Fähre Dormagen-Monheim: Das "Piwipper Böötchen" ist defekt

Fähre Dormagen-Monheim : Das „Piwipper Böötchen“ ist defekt

Wegen eines Maschinenschadens kann die Fähre am Wochenende nicht übersetzen. Nach der Corona-Pause war der Fährbetrieb zwischen Dormagen-Rheinfeld und Monheim gerade wieder gut angelaufen.

Die „Piwipp“ musste vorerst ihren Fährbetrieb einstellen. „Wegen eines technischen Defektes am Schiff können wir zurzeit leider keinen Fährbetrieb durchführen“, heißt es auf der Homepage des Vereins „Piwipper Böötchen“, der im September 2012 die Fährverbindung zwischen Dormagen-Rheinfeld und Monheim wiederbelebt hat. „Mindestens dieses Wochenende, wahrscheinlich auch am nächsten Wochenende kann das Schiff nicht fahren“, sagt Professor Heiner Müller-Krumbhaar, der Vorsitzende des Vereins auf Nachfrage unserer Redaktion.

Ein Maschinenschaden hatte am Samstag die Fähre plötzlich mitten auf dem Rhein gestoppt: „Zum Glück sind wir noch heil auf die Monheimer Seite gekommen und konnten dort anlegen“, berichtet Müller-Krumbhaar, der froh ist, dass keine Personen verletzt wurden. „Wir waren in den acht Jahren immer unfallfrei“, betont er. Jetzt müsse die „Piwipp“ in die Werft, um die genaue Ursache zu untersuchen und das Schiff wieder zu reparieren. Eine Trauung müsse daher ausfallen, acht weitere sind für August geplant, so Müller-Krumbhaar: „Ich hoffe doch sehr, dass wir vorher wieder starten können, gerade weil wir nach dem späteren Start nun auch in der Corona-Zeit eingespielt waren.“

Denn seit dem verspäteten Saisonstart an Christi Himmelfahrt transportiert die Fähre jeweils zwölf statt 25 Passagiere von Rheinfeld nach Monheim und zurück. „Mehr können wir nicht gleichzeitig mitnehmen, die Abstände müssen eingehalten werden“, so der Vorsitzende des „Piwipper Böötchen“. Der Fährbetrieb wurde sofort nach der Corona-Pause wieder gut angenommen. „Wir haben gemerkt, dass die Leute wieder ein Bedürfnis haben, nach draußen zu gehen und etwas zu unternehmen.“ Auch das Schlangestehen der Wartenden an den Anlegestellen sei meistens sehr diszipliniert abgelaufen.

Die Fährhelfer haben nur noch ordnende Funktion, seit der Corona-Pandemie sollen die Fahrgäste das Geld für die Rhein-Überquerung abgezählt in eine offene Kasse werden. „Unsere Fahrgäste sind im Mittel ehrlich. Wahrscheinlich sparen sich ein paar Leute ein paar Cent, dafür spenden andere etwas mehr“, bilanziert Müller-Krumbhaar. Einen anderen Effekt hat die Corona-Krise auch für das „Piwipper Böötchen“: Es wird schneller, wie der Vorsitzende erläutert: „Durch die reduzierte Passagier-Anzahl dauert das Ein- und Aussteigen nicht mehr so lange, so dass unsere Transportleistung besser als 50 Prozent ist.“