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Dormagen: Erleichterung für Bürger beim Winterdienst

Dormagen : Erleichterung für Bürger beim Winterdienst

Der nächste Winter kommt bestimmt – wer weiß, ob er wieder so hart wird wie die beiden vergangenen. Sicher ist: Die Dormagener können der kalten Jahreszeit gelassen entgegensehen – dank einiger Fortschritte beim Winterdienst der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), und dank einer überarbeiteten Straßenreinigungssatzung, die die Verwaltung zusammen mit der neuen Gebührenregelung einführen will und die viele Bürger deutlich entlastet.

Der nächste Winter kommt bestimmt — wer weiß, ob er wieder so hart wird wie die beiden vergangenen. Sicher ist: Die Dormagener können der kalten Jahreszeit gelassen entgegensehen — dank einiger Fortschritte beim Winterdienst der Technischen Betriebe Dormagen (TBD), und dank einer überarbeiteten Straßenreinigungssatzung, die die Verwaltung zusammen mit der neuen Gebührenregelung einführen will und die viele Bürger deutlich entlastet.

Zwar wird der Winterdienst für die Dormagener ab 2012 teurer (die NGZ berichtete). Doch in die neuen Gebührensätze seien zahlreiche Verbesserungen einkalkuliert, die bei den TBD nach den Erfahrungen mit dem Räum- und Streudienst in den beiden vergangenen Wintern geplant sind, sagt die Stadt. "Eine neue Soleanlage ermöglicht einen wirksameren und gleichzeitig deutlich sparsameren Einsatz des Streusalzes. Auch den Salzvorrat haben wir noch einmal vergrößert", sagt TBD-Vorstand Gottfried Koch.

Um den Nachschub an Streumitteln zu sichern, hat sich das städtische Unternehmen einer Einkaufsgemeinschaft für Streusalz angeschlossen. Zwei zusätzliche Mitarbeiter werden für den Erwerb des LKW-Führerscheins C geschult, damit künftig die Großfahrzeuge auch in einer dritten Schicht in den Abend- und Nachtstunden ausrücken können. Zudem soll eines der betagten Großfahrzeuge 2012 durch ein neues ersetzt werden.

Eine wichtige Änderung ist für Grundstückseigentümer vorgesehen, deren Straßen vom Kehr- und Winterdienst ausgenommen sind. Meist handelt es sich bei diesen gebührenbefreiten Bereichen um reine Anliegerstraßen, in denen die Grundstückseigentümer bisher verpflichtet waren, neben einem einen Meter breiten Streifen auf dem Gehweg auch die Fahrbahn bis zur Straßenmitte zu räumen. Im vergangenen Winter sorgte diese Regelung für viele Fragen und viel Ärger, weshalb das Steueramt die Satzung noch einmal überprüft hat.

Ergebnis: "Nach heutiger Rechtsprechung ist es den Anwohnern nicht mehr zumutbar, die gesamte Fahrbahn zu räumen", sagt Regina Herbertz. Wenn der Winterdienst auf die Bürger übertragen worden ist, haben sie nach dem nun vorliegenden Satzungsentwurf lediglich dafür zu sorgen, dass in der Verlängerung von Gehwegen ein Übergang für die Fußgänger auf der Fahrbahn gestreut wird.

Auch Querungshilfen oder gekennzeichnete Fußgängerüberwege müssen von den Anwohnern gestreut werden. Wo kein Bürgersteig ist, sind die Anwohner verpflichtet, auf der Fahrbahn einen ein Meter breiten Streifen für Fußgänger von Schnee freizuhalten.

(NGZ)