Entflogener Vogel "Snowball" mit Pommes-Vorliebe ist wieder da

Nach 50-Kilometer-Flug : Entflogene Weißkopfhenne „Snowball“ ist wieder da

Der Vogel mit der Vorliebe für Pommes flog bis Tönisberg im Norden von Kempen. Nun ist er zurück in Nievenheim.

Die gute Nachricht erreichte den Nievenheimer Jan Deutschländer um Mitternacht: „Snowball ist wieder da“, jubelte der Tierfreund und informierte am Mittwochmorgen über Facebook die vielen Menschen, die seinen Beitrag geteilt und Anteil am Verschwinden der fünf Jahre alten zimtfarben geperlten Weißkopfhenne, die seit vergangenem Mittwochnachmittag aus Nievenheim verschwunden war. „Snowball“ hatte rund 50 Kilometer Luftlinie bis Tönisberg in der Nähe von Kempen zurückgelegt, wo sie bereits am Samstag „völlig erschöpft von einem Balkondach aufgelesen und aufgepeppelt wurde“; berichtet der überglückliche „Vogel-Vater“ Jan Deutschländer, dass ihn die erlösende Meldung aus Kempen erst mitten in der Nacht zum Mittwoch erreicht hatte: „Nach all den vielen Nachfragen und Fotos anderer Vögel war es dieses mal wirklich meine Snowball“, sagt er erleichtert.

Er hatte alles versucht, um seine „herzallerliebste Snowball“ zurückzubekommen. Dabei setzte er auch darauf, dass die Vogelliebhaber im Umkreis sie mit ihrer Lieblingsspeise, Pommes, anlocken könnten: „Sie liebt Pommes, ich weiß, ein No-Go, aber sie findet’s super“, gab er preis: Am liebsten „gebacken und lauwarm“. Das trug zwar nicht zum Finden bei, wohl aber das Weiterverbreiten seiner Suchmeldung über Facebook, Internetforen und NGZ-Online, die dann nach drei Tagen zur Finderin Manuela Hitzbleck durchdrang. „Also, der Dank gilt auf jeden Fall auch Euch allen für das sagenhafte Verbreiten meines Posts über 1400 Shares“, scheibt Jan Deutschländer: „Wir sind so unendlich dankbar“, sagt er: „Wahnsinn! Leute, gebt niemals auf, wenn ihr Eure Lieben vermisst! Alles ist möglich!“. Die Familie hat sich sofort noch in der Nacht aufgemacht, um Snowball wieder heim zu holen – auch Snowballs Partner „Jack freut sich sichtlich tierisch“. Die 500 Euro Finderlohn kommen dem Tierschutz zugute, weist Deutschländer auf den Wunsch der ehrlichen Finderin hin. Die Tierfreundin Manuela Hitzbleck betreibt eine Tierphysiotherapie.

Zu Snowball und Jack gehören ihr am 1. Januar 2015 geborenes Vogelmädchen Sylvester und ein zweites Männchen „Flocke“, ein wilder Weißkopfscheckenhahn. „Seitdem leben alle vier friedlich zusammen, sind alle stark auf mich fixiert, hören aufs Wort, sind gut erzogen und zahm“, erzählte der Vogelbesitzer, der vermutet, dass „Snowball“ ihn vielleicht gesucht hat, weil er länger unterwegs war.

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