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Elvis-Imitator Aron King zum 25. Mal im Höttche zu Gast

Im Höttche in Dormagen : Wenn „Elvis Presley“ zum Dinner singt

Aron King wurde einst zum besten Elvis-Imitator gewählt. Nun war Wittener Künstler zu seiner 25. Elvis-Dinner-Show im Höttche.

Elvis Presley, der „King of Rock’n’Roll“ hat unzählige Nachahmer. Einer von ihnen ist Mario Müller aus Witten, der am vergangenen Wochenende als „Elvis Tribute Artist“ unter seinem Künstlernamen Aron King bereits seine 25. Elvis-Dinner-Show im Gasthaus Höttche zelebrierte – wie gewohnt vor nahezu ausverkauftem Haus. „Er ist wirklich ein Gewinn für unser abwechslungsreiches Programm“, sagt Höttche-Chef Ivica Pandzic begeistert, während seine Kellner in Windeseile den ersten Gang servieren: Las-Vegas-Suppe mit Elvis-Toast. „Er performt mit Leib und Seele, ist sehr gefühlsbetont. Das gefällt den Gästen.“ Unter denen finden sich auch jene, die direkt den 1950er-Jahren entsprungen zu sein scheinen und mit Petticoats und karierten Hemden eine gute Figur machen.

Dass Aron King überhaupt in Dormagen auftritt, hat die Fan-Gemeinde Egmont Worms zu verdanken. Der begeisterte Fotograf und Kameramann ist Elvis-Fan durch und durch, beherbergt in seinem Zuhause ein wahres Museum mit allerlei Rarem und Skurrilem über das Leben des „King“. „Ich habe Aron King vor einigen Jahren entdeckt, als er einen Elvis-Imitatoren-Wettbewerb in Recklinghausen gewonnen hat. Ich dachte, daraus müsste man doch etwas machen“, sagt er. Schon in Wuppertal habe der Tribute-Künstler eine Elvis-Dinner-Show veranstaltet. Also hat der Manager des 31-Jährigen so lange von seiner Entdeckung erzählt, bis sich einer getraut hat: Ivica Pandzic. Seither absolviert Mario Müller mindestens vier Auftritte im Jahr im Höttche, hat 2017 sogar auf dem Dormagener Weihnachtsmarkt für den guten Zweck gesungen.

Der Look stimmt: All seine Anzüge werden nach den Original-Schnittmustern gefertigt, für die Verzierung mit Nieten und Schmucksteinen sorgt der Künstler in akribischer Handarbeit selbst. „Das bin ich meinem Publikum, aber auch dem King schuldig. Meine Anzüge sollen so nah wie möglich an das Original herankommen, darauf lege ich großen Wert“, sagt der gelernte Altenpfleger, der im Frühjahr stolzer Vater einer Tochter geworden ist. „Sie heißt allerdings nicht Lisa-Marie, sondern Emma“, verrät Worms augenzwinkernd. Gern berichtet Mario Müller davon, wie er zu Aron King wurde: „Ich bin mit der Musik von Elvis Presley aufgewachsen und habe mich später als Teenager mehr mit ihm als Person beschäftigt“, sagt er. Als seine Eltern ihm Karten für das Konzert eines Elvis-Imitatoren geschenkt haben, sei es um ihn geschehen gewesen. „Das hat mich derart fasziniert, dass ich das auch machen wollte. Meine Mutter war zunächst skeptisch, aber heute ist sie mein größter Fan und Teil meines Teams, ohne das ich das alles gar nicht schaffen könnte.“

Während die Gäste den Hauptgang serviert bekommen – Hähnchenmedaillons im Speckmantel auf Mischpilzen mit Kartoffelgratin im Lauchbett – hat der Künstler Zeit zum Umziehen. Die Choreographie hat er sich nahezu in Perfektion angeeignet, seit zehn Jahren nimmt er Gesangsunterricht: Der Hüftschwung sitzt, die Stimme ist kräftig und erinnert in jedem Ton stark an sein Idol. „Es gibt sehr viele gute Imitatoren. Aber niemand kommt an das Original heran“, betont Entertainer Müller. Weitere fünf Hits – und es gibt das Dessert Hawaii. Eine kulinarische Zeitreise durch das Leben und Wirken eines unvergessenen Musikers.