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Dormagen: Elternkritik: Kita schlecht saniert

Dormagen : Elternkritik: Kita schlecht saniert

Die Elternvertreter der Kindertagesstätte "Krümelkiste" in Ückerath haben sich an die Stadt als Träger gewandt und um Nachbesserung der Sanierung gebeten. Dezernentin Tanja Gaspers verspricht schnelle Abhilfe.

Ein Jahr wurde seit September 2011 in und an der Kindertagesstätte "Krümelkiste" saniert und ein Neubau erstellt, um 16 U3-Plätze zu schaffen. Doch die Umbauarbeiten seien nicht nur verzögert, sondern auch nicht komplett ausgeführt worden, kritisiert die Elternschaft. "Es geht so nicht weiter", sagt Claudia Böhm vom Förderverein und der Elternvertretung der Ückerather Kindertagesstätte. Daher haben sich die Elternvertreter jetzt schriftlich an den Träger, die Stadt Dormagen, gewandt und um Beseitigung der Mängel gebeten, die sie detailliert aufführen.

Vor allem, dass der Turnraum seit sechs Wochen weder für Bewegungsspiele noch für Turnübungen zur Verfügung steht, ärgert Claudia Böhm, wie sie stellvertretend für die anderen Eltern erläutert. "Wo sollen die Kinder denn toben können, da auch das Außengelände noch nicht hergerichtet ist", fragt die Elternvertreterin. Daher wünscht sie sich von der Stadt Dormagen eine "zeitnahe Verbesserung".

Schnelle Abhilfe in den Hauptkritikpunkten Turnhalle und Außengelände verspricht Dezernentin Tanja Gaspers: "Es kann einiges, was die Eltern angesprochen haben, schnell behoben werden." So werde der Bewegungsraum ab nächster Woche wieder zur Verfügung stehen. Auch das Außengelände werde bald hergerichtet und ein genauer Zeitplan noch erstellt.

Nachdem die Eltern die Stadtverwaltung angeschrieben hatten, überprüften gestern Uwe Scheler, Leiter des städtischen Eigenbetriebs, Elisabeth Garz, die für "Tagesbetreuung für Kinder" zuständige Geschäftsführerin der Dormagener Sozialdienst gGmbH, und Architekt Jürgen Pennings die angesprochenen 16 Kritikpunkte und vereinbarten Lösungen.

Der Unmut der Eltern war aufgekommen, da der für den 27. August festgesetzte Fertigstellungstermin zwar gehalten wurde, jedoch noch einige Arbeiten zu erledigen waren: fehlende Heizungsverkleidungen und Beleuchtung bei Spielebenen, die Inbetriebnahme der Küche und die Endreinigung. "Da die Küche noch nicht funktioniert, erhalten die Kinder das Essen durch einen Caterer", bemängelt Claudia Böhm.

Dazu seien die Türen zum Außengelände undicht und der Zustand der alten Toilettenanlagen stark verbesserungswürdig. Sie habe wie die meisten Eltern viel Verständnis für Verzögerungen, die auftreten könnten, aber zum Wohle der Kinder sollte schnell nachgebessert werden: "Wenn jetzt geheizt wird, sind fehlende Abdeckungen an den Heizungen sehr gefährlich, da packen die Kinder doch schnell dran." Die Stadt informiert die Eltern schriftlich noch in dieser Woche.

(NGZ/rl)