Elf Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Dormagen

Veranstaltungen in Dormagen : Elf Gedenkfeiern zum Volkstrauertag am Sonntag

Jedes Jahr gedenken am Volkstrauertag Mitte November zigtausende Menschen in ganz Deutschland der Opfer der beiden Weltkriege und der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten. So auch wieder in Dormagen, wo gleich an elf Orten am Sonntag der Toten durch Kriege und Terror gedacht wird.

Bei der Zentralfeier zum Volkstrauertag am Sonntag, 17. November, um 12 Uhr auf dem Dormagener Ehrenfriedhof an der Nettergasse, bei der Bürgermeister Erik Lierenfeld die Begrüßung spricht, sind auch Jugendliche mit dabei. Sie setzen mit ihren Beiträgen ein Zeichen für Frieden und gegen Gewalt. Die offizielle Gedenkansprache hält Marco Gillrath, Leiter des Dormagener Raphaelshauses. Der Direktor bereitet gerade mit seinem Team das Projekt „Bunker-Erinnerungsstätte“ vor: Ein großer Weltkriegsbunker auf dem Gelände des Jugendhilfezentrums an der Krefelder Straße soll mit Hilfe des Heimatfonds des Landes in eine Begegnungsstätte umgestaltet werden, in der sich die Besucher mit dem Zweiten Weltkrieg, aber auch Opfern anderer Kriege und Gewalt auseinander setzen können.

Die musikalische Gestaltung der Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit Unterstützung der Reservistenkameradschaft Dormagen organisiert, übernimmt der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Dormagen. Die zumeist größte Abordnung stellt der Dormagener Bürger-Schützen-Verein. Dem Niederlegen von Kränzen an den Weltkriegs-Ehrenmalen folgt eine Gedenkminute an dem nahegelegenen Mahnmal für die toten Zwangsarbeiter.

Mit Unterstützung der Schützenvereine gedenken Menschen auch in den anderen Stadtteilen der Toten. An den Ehrenmalen werden Kränze niedergelegt. Die Zeiten: 9.30 Uhr in Delrath, 10 Uhr in Zons, 10.15 Uhr in Stürzelberg, 10.30 Uhr in Nievenheim, Straberg, Horrem und Gohr, 10.45 Uhr in Hackenbroich, 11 Uhr in Rheinfeld und 11.45 Uhr in Delhoven. Zu den Gedenkfeiern sind alle Bürger herzlich eingeladen.

Am Volkstrauertag gedenken die Bürger neben den Opfern der beiden Weltkriege auch der Menschen, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten oder einer anderen Rasse zugeordnet wurden. Das Gedenken schließt auch die Frauen und Männer mit ein, die bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr ums Leben gekommen sind.