Eishockey-Schlacht von Dormagen: DEG und Haie liefern sich Derby auf Asphalt

Wettkampf in Dormagen : DEG vs. Haie: Eishockeyprofis im Duell auf Asphalt

Das erste Derby zwischen Düsseldorf und Köln fand schon vor Saisonbeginn statt. In Dormagen trafen sich die Teams zu einem spaßigen Outdoor-Duell. Es endete unentschieden. Zahlreiche Besucher sorgten für Stimmung.

Normalweise treffen die Spieler der Düsseldorfer EG und der Kölner Haie in der Eishalle aufeinander. Am Dienstag treten die Eishockey-Mannschaften aber bei einem besonderen Wettstreit unter freiem Himmel in Dormagens Innenstadt gegeneinander an. Nach über einer Stunde Wettkampf endet dieses erste Duell unentschieden. „Die Stimmung war auch hier einfach super, schon richtige Derby-Stimmung“, sagt Haie-Fan Sandra Schade aus Leverkusen.

Das „Schlachtfeld“, der Rathausplatz Dormagen, liegt geographisch ungefähr in der Mitte der beiden Rheinmetropolen, ist also ausnahmsweise neutraler Boden und Schauplatz für drei Duell-Disziplinen. Mitgebracht haben die beiden Eishockey-Teams am Dienstag ihre Mannschafts-Busse, die für das erste Spiel gegenüber voneinander positioniert werden. Zur Unterstützung sind zahlreichen Fans beider Lager gekommen. Sie versammeln sich links und rechts jeweils neben dem Bus ihrer Mannschaft. Wenn es nach der Lautstärke ihrer Anhänger geht, sind eindeutig mehr Düsseldorfer als Kölner-Fans vor Ort.

Im letzten Spiel galt es, einen Puck von der Rathaus-Treppe aus in das Plantschbecken zu schießen. Foto: Tinter, Anja (ati)

Tessa Hagemann und ihre Töchter Emma und Lina Sie feuern die DEG an. „Wir unterstützen unsere Mannschaft immer“, sagt sie. „Und sind natürlich froh die Jungs schon vorab zu sehen.“ Auch Isabel und Gerolt sind aus Düsseldorf gekommen. „Wir haben schon Entzugserscheinungen“, sagen die beiden. „Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht.“ Da sind sich die Fans auf beiden Seiten einig. „Das Derby hebt die Vorfreude auf die kommende Saison“, sagt Haie-Fan Jasmin Woock aus Dormagen.

Nach dem Derby nahmen sich die Spieler beider Mannschaften Zeit für ihre Fans, machten Fotos und gaben Autogramme. Foto: Tinter, Anja (ati)

Für die DEG dabei sind Tobias Eder, Jerome Flaake, Alexander Barta, Leon Niederberger, Bernhard Ebner, Christoph Körner, Maxi Kammerer und Alexander Ehl. Für die Kölner Haie Nicolas Cornett, Lucas Dumont, Simon Gnyp, Mick Köhler, Bastian Kucis, Robin Palka, Pascal Zerressen und Hannibal Weitzmann. Alle dieses Mal ausnahmsweise ausgestattet in T-Shirts, kurzen Hosen und Turnschuhen.

Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld gibt um kurz vor 16 Uhr den Startschuss für das erste Duell. Über 25 Meter gilt es für die Spieler, den eigenen Bus zu ziehen. Die Haie beweisen etwas mehr Kraft und gewinnen die erste Runde. Vielleicht weil die Düsseldorfer leicht bergauf ziehen müssen? DEG-Stürmer Alexander Barta sagt zumindest: „Ja, ich glaube, wir hatten einen kleinen Nachteil.“

In der zweiten Disziplin, einem Staffellauf durch den Mannschaftsbus und wieder zurück, gewinnen ebenfalls die Kölner. Was die zwei ersten Niederlagen für die kommende Saison heißen könnten? „Hoffentlich nichts“, sagt Spieler Stürmer Tobias Eder. Aber er sei zuversichtlich, dass seine Mannschaft das letzte Spiel – das doppelt gewertet wird – für sich entscheidet. Das Puck-Schießen sei schließlich das wichtige, Eishockey-spezifische Duell.

Den „Drei gegen Drei“-Wettkampf entscheiden die Düsseldorfer wirklich für sich. Das Derby endet deshalb mit einem Unentschieden. „Wir wollten zwar gewinnen, aber sind zufrieden, dass wir nach dem Rückstand aufgeholt haben“, sagt DEG-Spieler Bernhard Ebner. „Es war auf jeden Fall eine witzige Abwechslung.“ Auch Haie-Fan Sandra Schade ist begeistert. „Wir haben zwei Spiele gewonnen, und es war toll, die Spieler bei einer kleineren Veranstaltung hautnah zu erleben.“

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