Einzelhandel in Dormagen: CDU ist für weiteren Edeka-Markt in Nievenheim

Einzelhandel in Dormagen : CDU ist für weiteren Edeka-Markt in Nievenheim

Die räumliche Nähe mit dem Aldi-Markt soll hergestellt werden.

Die Dormagener CDU will in der nächsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses mit Nievenheim einen Ortsteil in den Fokus rücken, der stark wächst und der in vielerlei Hinsicht zukunftsfester gemacht werden soll. Das betrifft neben verkehrlichen Entlastungen und Kita-Plätzen vor allem auch die Versorgungsstruktur. Und genau dort sieht die CDU Nachholbedarf.

Die örtlichen Stadtverordneten, Carola und Rüdiger Westerheide und Dieter Leuffen ziehen das aktuelle Einzelhandelsgutachten als Beleg heran, wo der Bedarf für die Errichtung eines weiteren großflächigen Supermarktes benannt ist. „Der sollte, wenn schon nicht in der Ortsmitte machbar, zumindest verkehrsgünstig gelegen sein“, sagt das Nievenheimer Trio.

Konkret soll die Verwaltung beauftragt werden, zu prüfen, ob es möglich ist, eine ausreichend große Einzelhandelsfläche für einen zweiten Edeka-Markt zu identifizieren und umzusetzen. Der soll als Ersatz für den bisherigen Standort an der Bismarckstraße 59 sein. Die CDU hat auch gleich einen Wunsch-Standort parat: am nördlichen Ortsausgang, in der Nachbarschaft von Aldi. Der oberhalb des Discounters gelegene Bolzplatz könnte, auch das sollte geprüft werden, verlegt werden. Wichtig: „Eine solche Ansiedlung dort sollte in einer angemessenen Zeit umsetzbar sein“, sagt Carola Westerheide. Sollte dies nicht möglich sein, wird auf die Flexibilität von Aldi gesetzt. Denn: „Alternativ sollten Gespräche mit Aldi geführt werden, wie deren Zukunft am jetzigen Standort gesehen wird und ob es gegebenenfalls möglich ist, an einen neuen Standort am südlichen Ortseingang umzuziehen“, sagen die Nievenheimer Stadtverordneten. Auch dort soll es eine enge räumliche Nähe mit einem neuen Edeka-Vollsortimenter geben.

Bei den Untersuchungen zum neuen Einzelhandelskonzept war der Edeka-Markt an der Bismarckstraße noch relevant. Unter diesen Bedingungen – beide Lebensmittel-SB-Betriebe befinden sich jedoch nicht im Nievenheimer Ortskern und es steht kein geeigneter Ansiedlungsstandort für einen Lebensmittel‐SB‐Betrieb im Ortskern bereit – ist die Ausweisung eines Nahversorgungszentrums nicht möglich. Ansonsten zeige sich, so die Dr. Jansen GmbH Köln, dass Nievenheim „sowohl geographisch als auch nutzungsstrukturell der Mittelpunkt des nördlichen Siedlungsbandes zwischen Ückerath und Delrath ist“. So sind sowohl kleinstrukturierte Einzelhandelsangebote als auch Komplementärnutzungen im Ortskern, zwischen Salvatorstraße und Saint‐Andre‐Straße, ansässig.

(schum)
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