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Dormagen: Eintritt in Römer-Therme könnte teurer werden

Dormagen : Eintritt in Römer-Therme könnte teurer werden

Wie Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann in der Hauptausschusssitzung mitteilte, wurden beim Bürgerentscheid für den Erhalt des Freibades Römer-Therme 22 gültige Ja-Stimmen mehr abgegeben, als am Sonntagabend bekanntgegeben wurde: "Es gab insgesamt 11 135 Ja-Stimmen und 1199 Nein-Stimmen", sagte Hoffmann. Damit waren 90,28 Prozent (vorher 90,26) der Abstimmenden für den Erhalt und 9,72 Prozent (vorher 9,74) dagegen. An der Tatsache, dass die notwendige Stimmenmehrheit von 7611 Ja-Stimmen der 50 740 Stimmberechtigten überschritten wurde, ändern die 22 zusätzlichen Ja-Stimmen nichts. Der Stadtrat wird den Erfolg des Bürgerentscheides in seiner Sitzung am 13. Dezember feststellen.

Beim TSV Bayer Dormagen, der die Römer-Therme betreibt, gehen die Überlegungen längst in die Zukunft. "Wir werden versuchen, das Defizit so gering wie möglich zu halten", hatte bereits SPD-Ratsherr und TSV-Vorsitzender Karl-Josef Ellrich am Abend des Bürgerentscheides versprochen, jetzt geht es um konkrete Umsetzungen. "Nun haben wir Planungssicherheit", erklärte TSV-Geschäftsführer Frank Neuenhausen. Wichtig sei ihm, dass das wirtschaftliche Ergebnis der Römer-Therme verbessert werde. "Dazu werden wir nun unter anderem unsere Preisstruktur für die Eintrittsgelder überprüfen", stellte er in Aussicht und ergänzte: "Uns haben in den vergangenen Wochen viele gute Ideen erreicht, wie wir uns noch verbessern können. Diese werden wir nun diskutieren." Dass sich das Team des TSV nun nicht auf dem Bürgerentscheid ausruhen dürfe, sei Neuenhausen bewusst. Das Resultat mit einer Zustimmung von über 90 Prozent der Wähler übertreffe alle Erwartungen.

Wie Bürgermeister Hoffmann erläutert hatte, werden sich nun Stadtverwaltung, Politiker und TSV-Vertreter für die Rettung der Römer-Therme zusammensetzen. Als Grundlage dient ein Kompromissvorschlag, der vorsieht, dass sich die Stadt für die nächsten fünf Jahre verpflichtet, die Hälfte des Defizites, höchstens aber 200 000 Euro pro Jahr, zu übernehmen. Die andere Hälfte übernimmt die Bayer AG, die angekündigt hatte, ansonsten zum 31. Dezember die Förderung ganz einzustellen, so dass die Römer-Therme hätte schließen müssen. "Klar ist auch, dass mit geeigneten Maßnahmen dieses Betriebsdefizit erheblich verringert werden soll", betonte Hoffmann.

(NGZ/ac/url)