Einigung von Stadt und Caritas: Haus der Familie läuft in Dormagen weiter

Familienarbeit in Dormagen : Einigung von Stadt und Caritas: Haus der Familie läuft weiter

Nicht nur für die Einrichtung selbst, sondern auch für die Stadt und die Nutzer des „Hauses der Familie“ an der Straße Unter den Hecken war es eine gute Nachricht, dass der Vertrag zwischen der Stadt und dem Caritasverband für den Rhein-Kreis-Neuss fortgeführt wird und damit auch die vielfältige Arbeit.

Der Vertrag hat eine neue Laufzeit bis 31. Dezember 2024 und enthält finanzielle Verbesserungen für den Verband. Der Stadt entstehen Mehrkosten von gut 16.000 Euro.

Der Caritasverband hatte in einer Kalkulation für das Jahr 2019 deutlich gemacht, dass die erbetenen Vertragsänderungen zu einer Erhöhung der Personalkostenförderung der Stadt um rund 26.000 Euro führen werde. Allerdings sei es so, dass der in 2018 entstandene Fehlbetrag aus den Gesamtkosten der vorgehaltenen Dienste rund 270.000 Euro betrug und vollständig aus Eigenmitteln des Verbandes getragen werden musste. So ging es im Wesentlichen um die Finanzierung und die Anteile zwischen beiden Seiten. Die Personalkostenförderung der Beratungsstelle Esperanza im Haus der Familie sowie der katholischen Erziehungs- und Familienberatungsstelle wird weiterhin 80 Prozent betragen. Die übrigen Arbeitsfelder im Haus der Familie, Tagespflege, Familienpflege, allgemeine Sozialberatung, das Projekt NEFF, Wohnmodell im Haus der Familie, sollen wie bisher mit 90 Prozent der Personalkosten gefördert werden, da hier neben dem originären Interesse des Trägers eine höhere Gewichtung aus Sicht des Jugendhilfeträgers der Stadt besteht.

In allen Arbeitsfeldern fanden so genannte Wirksamkeitsdialoge mit dem Jugendamt statt. „Qualität wird wie in Vergangenheit gemeinsam weiterentwickelt und gesichert“, sagte Erster Beigeordneter Robert Krumbein. „Gesellschaftliche Veränderungen finden in konzeptionellen Weiterentwicklungen ihre Berücksichtigung. Die enge Kooperation mit dem Jugendhilfeträger ist Standard.“ Insbesondere in den Bereichen „Frühe Hilfen“, dem Netzwerk für Familien und der Tagespflege gehört eine enge Verzahnung der Sozialpädagogischen Fachkräfte des Jugendamtes und des Caritasverbandes zum Arbeitsalltag. Wie der Caritasverband darstellte, fällt es zunehmend schwer, die steigenden Sach- und Nebenkosten aus Eigenmitteln des Verbandes zu tragen. Erstmalig mit dem neuen Vertragsabschluss wird neben den von der Stadt geförderten Personalkosten ein zusätzlicher pauschaler Sachkostenanteil in Höhe von fünf Prozent der geförderten Personalkosten gewährt. Dies stellt eine Verbesserung der Finanzierungsgrundlage für den Verband dar.

(schum)