Dormagen: Einbahnstraße in Horrem bleibt

Dormagen : Einbahnstraße in Horrem bleibt

Bessere Beschilderung, Markierungen, Inseln und Kontrollen sollen entlasten.

Nach mehr als drei Stunden Ortsbesichtigung und Diskussion stand am Montagabend als Ergebnis fest: Horrem soll durch mehrere Maßnahmen von Verkehrsströmen entlastet und Raser sollen gebremst werden. Konkret vorgesehen sind neue Markierungen auf der Straße, weitere Parkplätze, eine bessere Beschilderung und eine Mittelinsel zum Beispiel auf der Weilerstraße, um dort die Teileinbahnstraße besser sichtbar zu machen und damit die Autos am falschen Befahren zu hindern - einer der größten Kritikpunkte der Horremer. Die beiden ebenfalls stark kritisierten Kurzzeitparkplätze hinter dem Zebrastreifen an der Knechtstedener Straße/Ecke Dorfanger verschwinden - trotz hohen Parkdrucks. Deutlich wurden verschiedene Interessen einzelner Anwohner und Geschäftsleute, die es zusammenzubringen gilt.

Wie der städtische Verkehrsplaner Peter Tümmers erneut betonte, seien durch die seit 2015 getestete Teileinbahnstraße 2000 Autos pro Tag am Durchfahren gehindert worden - knapp die Hälfte. Das Ziel sei: "Wir wollen den Durchgangsverkehr so weit wie möglich aus Horrem raushalten." Dass dies zu einer höheren Belastung für Anwohner anderer Straßen führe, sprachen auch weitere Workshop-Teilnehmer an. "Es geht um eine bessere Verteilung der Verkehrsströme. Wir werden auch die Straße Am Rath im Auge behalten", kündigte Tümmers an. Denn die vorgesehenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung könnten noch mehr Autofahrer dazu bringen, nicht mehr die Knechtstedener Straße, sondern Am Rath Richtung Top-West-Gebiet zu nutzen. Und das erst recht, wenn die Zukunftsvision einer "Begegnungszone" mit Tempo 20, gemeinsamer Nutzung auf der Knechtstedener Straße Wirklichkeit werden sollte (Bericht folgt). Die Ergebnisse der lebhaft geführten Diskussion, die nach dem Rundgang in den Räumen der Baugenossenschaft fortgesetzt wurde, werden konkret für die jeweilige Straße skizziert. "Die meisten davon, wie Markierungen oder Schilder, können wir schnell umsetzen", sagte Tümmers. Für Mittelinseln und andere Baumaßnahmen sei mehr Vorlauf, auch zur Finanzierung, nötig.

(NGZ)